Wochenmarkt bereitet Sorge

In Marienberg bieten Händler regelmäßig ihre Waren auf dem Markt an. Doch hat diese Tradition auch Zukunft?

Marienberg.

Die Wochenmarkt-Saison in Marienberg ist am gestrigen Dienstag zu Ende gegangen. Zum Abschluss boten 26 Händler auf dem Marktplatz der Bergstadt noch einmal ihre Waren an. Das Fazit fällt allerdings nicht sonderlich positiv aus.

Gärtnermeister Konrad Müller aus Gornau hält dem Wochenmarkt seit rund 30 Jahren die Treue. Doch die Resonanz in Marienberg bereitet dem Händler durchaus Sorgen: "Die Saison war durchschnittlich, das Marktwesen insgesamt entwickelt sich rückläufig." Als Grund nennt er unter anderem die älter werdende Kundschaft, die nicht mehr so mobil ist. Auch die Anzahl der Händler sei in diesem Jahr erneut weniger geworden, informiert die Marienberger Stadtverwaltung in ihrem Tätigkeitsbericht.

Die bereits erfolgte Auswertung für 2018 habe ergeben, dass zu den 34 Frisch- und 60 Wochenmärkten im Durchschnitt 19 Händler anwesend waren. Die städtischen Einnahmen aus den Wochenmärkten beliefen sich dabei auf fast 17.000 Euro. Die Kosten für die Stadt will Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) auf Nachfrage von Stadtrat Wolfgang Jasper von der Freien Wählergemeinschaft den Volksvertretern noch nachreichen.

Doch es gibt auch noch Stammkunden auf den Wochenmärkten. Wie Karin Ziegler, die die interessanten Angebote schätzt. "Zudem treffe ich oft Bekannte, mit denen dann ein kleiner Schwatz gemacht wird", sagt die Marienbergerin.

Ab nächster Woche bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes findet in Marienberg jeweils dienstags und freitags ein Frischemarkt statt. Er wird von Januar bis Mitte März fortgesetzt.

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