Zschopauer Pfarrerin wird in Amt eingeführt

Stelle vier Jahre nach Ausscheiden von Pfarrer Hanke neu besetzt

Zschopau.

Zschopau ist keine große Stadt, aber wenn Dr. Claudia Matthes mit ihren Kindern dort spazieren geht, kommt ihr die Bergstadt fast riesig vor. Das alles ist eine Frage der Perspektive, denn die 34-Jährige, die am Sonntag in der St. Martinskirche in ihr Amt als Pfarrerin eingeführt wird, hatte eine Vikariatsstelle in Hochkirch, einer Gemeinde in der Oberlausitz mit 18 Ortsteilen. "Das Dorf, in dem wir wohnten, war aber sehr klein, deshalb erscheint uns Zschopau jetzt so groß", sagt die junge Frau, die aus Lugau stammt.

"Mein Berufswunsch war schon sehr früh klar, ich wollte Pfarrerin werden, der Glaube ist einfach mein Ding. Studiert habe ich in Leipzig und in Rom. In Rom war ich auch Gaststudentin an einer katholischen Hochschule", erzählt Claudia Matthes. Sie hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität gearbeitet und promoviert in Religionswissenschaft promoviert.

Sie wird sehnlich erwartet, in Zschopau, aber auch in Krumhermersdorf. "Natürlich freuen wir uns, dass die Vakanz endet und die Pfarrstelle wieder besetzt wird. Damit sind auch Verkündigung und Seelsorge wieder in einer Hand", sagt Frieder Weisflog. Der Zschopauer ist Mitglied des Kirchenvorstands der Zschopauer St. Martinsgemeinde. Vor vier Jahren schied Alfred Hanke aus dem Dienst als Pfarrer aus. Seine Aufgaben übernahm der Krumhermersdorfer Pfarrer Johannes Roscher, der in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde. Jens Meyer aus Börnichen übernahm dessen Aufgaben im Pfarramt.

Frieder Weisflog ist froh, dass die Landeskirche reagiert hat und Claudia Matthes auf ihre erste Pfarrstelle nach Zschopau entsendet hat. "Es gibt Kirchgemeinden, die auch schon lange und noch länger auf einen neuen Pfarrer warten. Die Wartezeit, die zu den Gottesdiensten mit Pfarrern im Ruhestand gut überbrückt werden konnte, hat nun ein Ende", sagt der Zschopauer und meint dabei auch, dass vieles auf den Schultern von ehrenamtlichen Gemeindegliedern gelastet hatte.

"Ich freue mich auf den Sonntag", sagt Claudia Matthes. Dann wird sie ordiniert und offiziell in das Amt als Pfarrerin für Zschopau und Krumhermersdorf eingeführt. Sie darf dann das Abendmahl abhalten und taufen. Neben ihrer Arbeit als Pfarrerin, neben seelsorgerischen Aufgaben, neben ihrer Familie mit Ehemann und zwei kleinen Mädchen will sie noch Zeit abknapsen für ein Hobby, das für sie auch Berufung ist, denn Claudia Matthes spielt Posaune. Sie will die Bläser der Kirchgemeinden unterstützen.

Am Sonntag gibt es in der St. Martinskirche Zschopau einen Festgottesdienst . Beginn ist 14 Uhr.

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