85 Verträge für Plätze im Parkhaus unterschrieben

Die seit Jahren laufende Debatte um ein Parkhaus nahe des Zentrums der Schwarzenberger Altstadt soll 2020 in konkrete Baupläne münden. Der Beirat, der sich mit dem Thema befasst, hat weiterführende Änderungen im Blick.

Schwarzenberg.

Der Bedarf an einem Parkhaus nahe des Schwarzenberger Stadtzentrums wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Während zahlreiche Bürger der Stadt in einer solchen Investition einen richtigen Schritt für die Belebung der Innenstadt sehen, gibt es auch Gegner des Vorhabens.

Mit dem Beschluss des Stadtrates von Schwarzenberg vom Juni dieses Jahres wurde jedoch mehrheitlich entschieden, dass ein weiteres Vorantreiben der Parkhauspläne nur dann erfolgen soll, wenn für mindestens 75 Stellflächen im künftigen Objekt konkrete Vorverträge abgeschlossen werden können. Dem ist so. "Aktuell liegen uns 85 verbindliche Anmeldungen für Stellflächen vor", sagt Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) in einem Gespräch mit der "Freien Presse".

Dass die Nachfrage so groß ist, sei erfreulich und belege nun auch in konkreten Zahlen die Notwendigkeit, so Hiemer. Vor allem Grundstückeigentümer und Mieter aus der historischen Altstadt hätten per Vorvertrag ihr Interesse bekundet. Dieser aktuelle Sachstand wurde vor wenigen Tagen bei der Sitzung des Parkraumbeirats bekannt gegeben und diskutiert. Dieser Beirat besteht aus zwölf Mitgliedern - Stadträten aus allen Fraktionen, Mitarbeitern der Verwaltung sowie sachkundigen Bürgern. Doch nicht nur das Parkhaus ist in dem Gremium Gegenstand der Gespräche. "Dazu gehört ja auch, dass man bei der Betrachtung für eine Lösung stets auch die schon vorhandenen Parkmöglichkeiten im Umfeld der Altstadt mit im Blick behält", erklärt Hiemer. Hierzu habe sich die Stadtverwaltung auch fachliche Unterstützung vom externen Planungsbüro - den beratenden Ingenieuren Uhlig und Wehling aus Mittweida - geholt. "Sie weisen uns natürlich völlig zu Recht daraufhin, dass es neben den Plänen für den Neubau dann auch einer komplexen Betrachtung und Neuordnung des gesamten Parkraums innerhalb der Altstadt bedarf", so die Oberbürgermeisterin.

Heißt im Klartext: Die erste Hürde für den Bau einer sogenannten "Systemgarage" ist mit den geschlossenen Vorverträgen genommen. Zudem liegen die Baugrunduntersuchungen und ein Schallschutzgutachten vor. Hinter dem Begriff Systemgarage verbirgt sich eine Art Fertigteilgarage, die es nun werden soll und für die es einer Anpassung an die Örtlichkeit bedürfe. Bereits im Januar 2020 soll dafür eine Ausschreibung erfolgen. "Im ersten Quartal des neuen Jahres wollen wir auch unsere Überlegungen und Pläne öffentlich vorstellen. Denn auch die Anpassung der Parkzeiten auf den innerörtlichen Stellflächen muss überdacht werden", signalisiert die Oberbürgermeisterin. Dazu werde man rechtzeitig einladen.

Noch kann in der historischen Altstadt von Schwarzenberg mit Parkuhr zwei Stunden kostenfrei geparkt werden. Diesbezüglich werde derzeit - wenn die neue Großgarage steht - über eine Reduzierung der Parkdauer auf den Kurzzeitstellflächen nachgedacht, um unter anderem den Geschäftsleuten eine höhere Kundenfrequenz zu ermöglichen.

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