Bäder begrenzen Besucheranzahl

Die Temperaturen steigen und die Erzgebirger wollen baden gehen. Doch die Corona-Pandemie schränkt das Vergnügen ein. Weniger Gäste ist nur eine Bedingung.

Aue/Schwarzenberg.

Sonne satt und Temperaturen nahe an der 30-Grad-Marke - so haben es die kleinen und großen Badenixen am liebsten. Zwar spielt Petrus derzeit noch nicht so richtig mit, die Freibäder in der hiesigen Region sind trotzdem schon geöffnet. Und zumindest für den heutigen Freitag ist passables Wetter vorausgesagt. Wegen Corona dürfte der diesjährige Badbesuch in den Einrichtungen dennoch ungewohnt ausfallen. An heißen Tagen könnte sich sogar eine längere Warteschlange bilden.

Die Gründe: Es mussten Hygienekonzepte erarbeitet werden, und es galt, die Anzahl der Gäste zu begrenzen. Im Auer Freibad Auerhammer etwa dürfen sich maximal 500 Personen gleichzeitig aufhalten - gezählt wird mit roten Plaste-Herzen. Der 501. Gast müsste dann so lange warten, bis ein anderer Besucher geht, erklärt Schwimmmeister Sven Korb. Die Idee, die Badedauer für jeden Gast auf eine bestimmte Zeit zu begrenzen, um längeres Warten zu vermeiden, sei dabei verworfen worden. "Der Kontrollaufwand wäre zu groß", erklärt Korb. In Aue sind zudem keine Liegen rausgestellt worden, weil diese nach jeder Benutzung desinfiziert werden müssten. Auch die aufblasbare Wasserspinne fürs Becken kommt nicht zum Einsatz - damit sich nicht zu viele Leute auf zu engem Raum tummeln.

Auch im Naturbad am Schwefelbach in Johanngeorgenstadt ist die Anzahl begrenzt - auf 1200 Gäste. Und im kleinen Freibad von Markersbach sind es 146 Besucher, die eingelassen werden. Gleichfalls ist im Freibad Zwönitz die Nutzeranzahl begrenzt. Das Hygienekonzept fürs Bad schreibt auch vor, dass Wasserspielanlagen wie Wasserspeier und Strömungskanal nicht in Betrieb sein dürfen. Außerdem ist die Ausleihe von Spielgeräten, Sonnenschirmen und Ähnlichem nach Auskunft der Bergstadt nicht möglich. (ike/tjm/matu/juef)


Freibad Zwönitz

Viel Abwechslung bietet das Freibad Zwönitz an der Annaberger Straße den Besuchern. Besonders die zwei Rutschen sorgen bei Kindern und Jugendlichen für Badespaß. Weiterhin gibt es ein getrenntes Schwimmerbecken, sodass gerade Vielschwimmer ungestört von Badegästen im Erlebnisbecken ihre Bahnen ziehen können. Das corona-bedingte Hygienekonzept sieht eine maximale Besucherzahl von 409 vor. Unter anderem müssen Umkleide- und Duschräume sowie Schließfächer geschlossen bleiben. Die Eintrittspreise sind seit Jahren gleich: 3,50 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder. Für Familien und ab 17 Uhr gibt es Ermäßigungen. Auch wird eine günstige Dutzendkarte angeboten. (tjm)


Freibad Raschau

Die Gemeinde Raschau-Markersbach betreibt gleich zwei Freibäder. Das Raschauer Bad liegt direkt an der B 101, das Freibad Markersbach in der Ortsmitte. Letzteres wurde 2018 komplett saniert. Im Raschauer Bad wurde jetzt eine neue Filteranlage installiert. Ab dieser Saison gelten neue Eintrittspreise: 3 Euro; ermäßigt 2 Euro. In Markersbach zahlen Erwachsene 2,50 Euro, Kinder (3 bis 16 Jahre) 1,50 Euro, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte 2 Euro. Wegen Corona gilt auch hier eine Höchstgrenze an Besuchern: Diese liegt bei 146 Gästen. Geöffnet sind beide Bäder montags bis freitags von 12 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr. In den Sommerferien ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. (matu)


Freibad Affalter

Ein Schwimmerbecken, ein Erlebnisbecken mit Rutsche und ein Kleinkinderbecken bietet das Freibad in Affalter. Das Bad am Weg zur Jugendherberge ist solarbeheizt. Damit beträgt die Wassertemperatur schon jetzt 24 Grad Celsius. Geöffnet hat das Freibad Montag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr sowie an Wochenenden und in den Sommerferien von 9 bis 19 Uhr. Es gab keine Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahr. Für die Tageskarte zahlen Kinder von 6 bis 15 Jahren 1,50 Euro, Erwachsene 3 Euro, die Familienkarte kostet 7 Euro. Das Hygienekonzept des Freibades legt unter anderem fest, dass sich dort gleichzeitig maximal 300 Gäste aufhalten dürfen. (ike)


Freibad Lauter

Idyllisch im Grünen gelegen ist das Freibad Lauter. Bis September hat es bei schönem Wetter täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Neben einem 50-Meter-Becken für Schwimmer steht für die Jüngsten auch ein Kinderbecken zur Verfügung. Neu gestaltet wurde in diesem Jahr ein Grünbereich der unteren Liegewiese. Der Freibadkiosk hat einen neuen Betreiber. Das Hygienekonzept beinhaltet laut Stadtverwaltung einen umfangreichen Katalog an Auflagen und Hinweisen, wesentlich sind, dass die Gesamtgästezahl auf 300 Gäste gleichzeitig beschränkt ist und die anwesenden Personen auf den Mindestabstand zu achten haben. Die Preise: Kinder bis 16 Jahre zahlen 1 Euro, Erwachsene 3 Euro. (ike)


Freibad Auerhammer

Frische Farbe hat dieses Jahr das Becken des Freibades Auerhammer an der Zschorlauer Straße in Aue erhalten. Geöffnet ist bereits seit Ende Mai - und zwar täglich von 9 bis 19 Uhr bei schönem Wetter. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder 1 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise damit stabil geblieben. Das Wasser zum Baden kommt aus einer Quelle über einen natürlichen Zulauf. Im Freibad ist das große Becken 100 Meter lang und 25 Meter breit. Wegen Corona musste ebenfalls ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet werden. Das sieht vor, dass sich nur 500 Gäste gleichzeitig in dem Bad aufhalten dürfen. Volleyballplatz und Klettergerüst sind aber zugänglich. (juef)


Naturbad Johann'stadt

Umgeben von Fichtenwald liegt das Naturfreibad am Schwefelbach in Johanngeorgenstadt. Es gibt eine große Liegewiese, einen abgegrenzten FKK-Bereich und kostenlose Parkmöglichkeiten. Betreiber ist die Standortentwicklungsgesellschaft Johanngeorgenstadt mbh. Investiert wurde für die aktuelle Saison in neue Spielgeräte, wie Rutsche, Schaukel und Klettergerüst. Ebenso in neue Toilettencontainer. Genutzt werden dürfen derzeit nur die Außenduschen. Wegen Corona ist die Höchstanzahl der Besucher auf 1200 Badegäste begrenzt. Geöffnet ist bei schönem Wetter täglich von 10 bis 19 Uhr. Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche 2 Euro. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. (matu)

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