Ein perfektes Dorffest: Bermsgrün gleicht einem Freilichtmuseum

Die Einheimischen und ihre Gäste haben am Wochenende ihren Ort gefeiert. Dieser blickt auf 825 Jahre zurück.

Bermsgrün.

Die 825-Jahr-Feier von Bermsgrün war ein Dorffest im besten Sinn. Musik, Begegnungen, Kinderprogramm, viel Geschichte und Hubschrauberrundflüge - das Org.-Team hatte sich viel einfallen lassen.

Martin Veith aus Hartenstein nutzte das Wochenende, um seine Eltern zu besuchen. "Es wird für Groß und Klein etwas geboten. Das Wetter ist ideal und nichts ist überteuert", sagte er. Seine Tochter Lucia-Zoe (8) hatte Spaß und zählte ihre Aktivitäten auf: "Torwandschießen, Trampolin, Hüpfburg."

Zwar liefen bei Gerd Rosam, Sachgebietsleiter Kultur bei der Stadtverwaltung Schwarzenberg, die Fäden zusammen, doch zu dem, was das Fest war, wurde es erst durch die vielen ehrenamtlichen Helfer in allen Bereichen. Vereine, Unternehmer und Privatleute brachten sich gleichermaßen in die Festvorbereitung ein - das lobte auch Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer: "Es ist schön, wenn sich viele so ehrenamtlich engagieren - das funktioniert nicht nur in Bermsgrün, sondern beispielsweise auch in Erla-Crandorf und in Grünstädtel." Und auch Rosam war begeistert und verwies auf eine weitere Besonderheit: "Schon wie toll viele Vorgärten geschmückt worden sind, ist sehenswert."

Ein Bummel durch den Schwarzenberger Ortsteil erinnerte an ein riesiges Freilichtmuseum. Die Bermsgrüner hatten mit Puppen Szenen gestaltet, die Geschichten erzählten. So saß eine Kundin beim Friseur unter der Trockenhaube, ein Fleischer hielt ein Schweinchen im Arm. Es gab im Dorf in jeder Hinsicht viel zu entdecken.

Anstelle einer Festschrift und eines Festumzugs hatten sich die Bermsgrüner für eine Geschichtsausstellung in der kleinen Turnhalle im Holzhaus entschieden. Während unter der Federführung des Zeppelinvereins Dokumente, Zeitzeugnisse und Fotos zusammengetragen wurden, stellte Frank Blechschmidt vom Briefmarkensammlerverein Schwarzenberg, der in Bermsgrün zuhause ist, die Präsentationstafeln für gesammelte Zeitungsartikel, Bilder und Urkunden zur Verfügung.

In Vitrinen wurden diverse Exponate präsentiert. Ein Porzellanteller mit Goldrand vom Schulfest 1909 gehörte genauso wie ein emaillierter Blechteller vom Schulfest 1949 dazu. Hölzerne Puppenstubenmöbel, ein Klöppelbrief mit Ortswappen, Schnitzarbeiten von Harry Schmidt und eine Tracht des Heimatvereins von Bermsgrün um 1930 konnten unter anderem bestaunt werden. Diese stellte Martina Stemmler zur Verfügung: "Die Bluse war komplett durchgeklöppelt und wurde durch ein Art schwarzes Mieder ergänzt - dazu ein lilafarbener Rock und eine Schürze, in der das Blusenmuster wiederkam. Das alles hab ich von meiner Oma, Toni Wellner, geerbt." Die Schaufensterpuppe, an der die Tracht präsentiert wurde, hatten sich die Organisatoren von Bergglas Münzner ausgeliehen.

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