Lindenmädchen reichen die Krone weiter

Zwei Freundinnen teilten sich fünf Jahre lang ein Amt. Am Freitag heißt es Abschied nehmen. Doch wer wird die Nachfolgerin?

Lindenau.

Sie sind beste Freundinnen von Kindesbeinen an: Isabel Jungnickel und Sabrina Jubelt. Sie sind zusammen aufgewachsen, gemeinsam zur Schule gegangen und wohnen in Lindenau quasi Haus an Haus. Ein gemeinsames Hobby ist die Musik. Beide spielen seit zehn Jahren aktiv im Musikkorps der Bergstadt Schneeberg -Isabel Jungnickel Waldhorn und Sabrina Jubelt Klarinette und Saxophon. Die vergangenen fünf Jahre teilten sie sich auch das Amt des Lindenauer Lindenmädchens. Jetzt geht ihre Amtszeit allerdings zu Ende.

Beim Lindenauer Dorffest, das von den Landfrauen Westerzgebirge organisiert und vom 31. August bis 2. September auf dem Sportplatz in Lindenau gefeiert wird, steht die Wahl des 3. Lindenauer Lindenmädchens an. Wer das sein wird, entscheiden die Lindenauer am Freitag ab 19 Uhr. "Zum Fest eingeladen sind Hoheiten, die wir in den fünf Jahren kennengelernt haben. Nicht nur aktive, sondern auch ehemalige. In anderen Orten ist die Amtszeit meist auf ein oder zwei Jahre begrenzt, und so haben wir in unserer langen Amtszeit sehr viele Hoheiten getroffen", erklärt Jungnickel und erzählt weiter: "Wir haben eine ganze Menge erlebt." Als Höhepunkt beschreibt die 25-jährige Laborantin das jährliche Blasmusikfestival in Bad Schlema und das Wurzelfest in Bockau. Doch der schönste Moment: "Das war als wir zusammen gewählt wurden." Das war eigentlich nicht geplant. Doch bei der Wahl gab es Stimmengleichheit.

"Deshalb hat der damalige Bürgermeister Frieder Stimpel gesagt, er lässt noch ein Kleid nähen und schenkt uns eine zweite Krone", erinnert sich Jungnickel. Und so wurden beide Freundinnen gekrönt.

Sabrina Jubelt: "Damals beendeten wir die Schule und begannen unsere Ausbildung. Das musste neben dem Amt alles gemeistert werden. Was oftmals schwierig war, so die 24-Jährige, die als Verwaltungsfachangestellte tätig ist, war die Termin-Koordinierung: "Es gab Tage, an denen sich die Termine im Orchester und die Auftritte als Lindenmädchen überschnitten. Beim Öko- und Streuobstmarkt in Schneeberg war es meist so, dass wir gleich im Lindenmädchen-Kleid im Orchester saßen, um das Umziehen und somit Zeit zu sparen."

Für ihre Nachfolgerin wünschen sich die beiden noch amtierenden Lindenmädchen mehr Öffentlichkeitsarbeit, dass die Stadt Schneeberg die Hoheit ein stückweit mehr einbezieht und diese so noch mehr in den Wahrnehmung rückt. "Gerade in Schneeberg sind wir bei Auftritten immer wieder gefragt worden, wer wir sind und wo wir herkommen", sagt Jungnickel.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...