Sommerhitze lässt Besucherzahl steigen

423 Gäste an einem Tag - das Freibad Antonsthal ist mehr als ein Geheimtipp. Die Aufsicht hat ein neuer Rettungsschwimmer. Um Speis und Trank kümmert sich eine alte Bekannte.

Antonsthal.

Die Sonnenschirme gehen aus. Ursula Nerger vom Kiosk am Freibad Antonsthal zu Rettungsschwimmer Dirk Fischer: "Wie viele Schirme hast du denn noch? Meine sind gleich alle weg." Kein Wunder: Auch am Donnerstag gibt sich die Sonne größte Mühe, den Sommerferien ihren Hitzestempel aufzudrücken. Da strömen die Gäste ins Bad. Da floriert der Schirm-Verleih - und hat schon 11 Uhr einen Engpass. Wenn die Luft sich wieder der 30-Grad-Marke nähert, sind 21 Grad Wassertemperatur erfrischend.

"Es läuft gut", sagt Dirk Fischer. Er meint die 320 Besucher vom Tag zuvor, erst recht die 423 Leute, die am 30. Juni den noch gültigen Saisonrekord aufstellten, und einfach alle, die sich im 12 mal 20 Meter großen Becken tummeln und die Wiese bevölkern. Der 33-Jährige ist beim Bauhof der Gemeinde Breitenbrunn angestellt. Von Anfang Juni bis Ende August arbeitet er hauptsächlich in Antonsthal, jetzt in der ersten Saison als Rettungsschwimmer. Er hat nicht nur Aufsicht: Die Anlage ist zu warten und sauber zu halten. Bevor 10 Uhr das Bad aufmacht, hat Dirk Fischer noch andere Aufgaben zu erledigen. Darum ist er froh, dass Bauhofmitarbeiter Günter Slovan ihn unterstützt, etwa beim Mähen der Liegewiesen.


Ursula Nerger vom Heimatverein Silberwäsche kassiert Eintritt und kümmert sich ums leibliche Wohl der Gäste. Für viele ist sie eine alte Bekannte, denn sie macht das seit einigen Jahren - und ist fast immer für einen kleinen Plausch zu haben. Inzwischen 64, wird sie immer wieder gefragt, ob sie auch 2020 die Badbesucher verköstigt. Das lässt sie offen. Auch weil ihr Mann Peter, der als Mitglied des Heimatvereins über viele Jahre Besucher durch die "Silberwäsche" am Freibad führte, gesundheitlich nicht auf der Höhe ist. "Generell sind unsere Mitglieder ja nicht mehr die Jüngsten", sagt Ursula Nerger. Eine Folge: Das früher so beliebte Heimat- und Freibadfest ist nur noch Erinnerung. Der Beliebtheit des Freibades tut das allerdings keinen Abbruch. Die Leute schätzen die idyllische Freizeitanlage, deren Bau 1954 begann und die ihr "Badewasser" aus einer Quelle bezieht.

Das Freibad Antonsthal neben der Silberwäsche am Halsbach ist in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet - Badewetter vorausgesetzt. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt, ab 16 Uhr 1,50 Uhr, Kinder (3 bis 16 Jahre) 1,50 Euro, ab 16 Uhr 1 Euro.

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