Verbandschef: Wasser ist genügend da

Versorgung trotz großer Trockenheit abgesichert

Aue/Schwarzenberg.

Trockenheit überall, Flüsse sind Rinnsale, Regen lässt auf sich warten. Doch Frank Kippig, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW), beruhigt: "Natürlich ist die lang anhaltende Hitze eine Herausforderung. Aber die zentrale Wasserversorgung ist im gesamten Verbandsgebiet des ZWW sichergestellt. Und es gibt aktuell keine Einschränkungen bei der Nutzung des Trinkwassers aus dem Netz."

Wie in anderen Gebieten ist der Trinkwasserverbrauch auch in der hiesigen Region durch die Trockenperiode angestiegen. Dabei spielt die zusätzliche Nutzung der öffentlichen Wasserversorgung infolge Versiegens privater Quell- und Regenwasserfassungen eine besondere Rolle. "Selbst bei unseren eigenen oberflächennahen Quellfassungen stellen wir derzeit einen erheblichen Rückgang fest. Durch ein umfangreiches Verbundsystem können wir aber in fast allen Regionen dieses Defizit durch andere, wesentlich tiefere und ergiebigere Grundwasserfassungen sowie die Zuspeisung von Talsperrenwasser vollständig kompensieren", sagt Kippig. Im Wasserwerk "St. Katharina" in Langenberg, das die Städte Schwarzenberg, Grünhain-Beierfeld und einige Teile von Raschau-Markersbach versorgt, liege die täglich aufbereitete Trinkwassermenge im Schnitt bei 1350 Kubikmetern. Derzeit steigert sich dies auf täglich 1850 Kubikmeter.

Zusätzlich zu den tieferen Grundwasserfassungen könne zudem auf das vom Zweckverband Fernwasser Südsachsen aufbereitete Trinkwasser aus Talsperren zugegriffen werden. Der ZWW bezieht etwa 65 bis 70 Prozent des Trinkwassers aus Talsperren. Ein großes Verbundnetz sichere ab, dass bei Ausfall eines Gebietes sofort auf Kapazitäten benachbarter Gebiete zugegriffen werden kann. Gerade bei Trockenperioden und großen Rohrbrüchen sei das System hilfreich. Verbunden mit der Trockenheit kommt es durch Absenkung des Grundwasserspiegels auch zu Erdbewegungen, sodass derzeit mit einer geringfügigen Zunahme der Rohrbruchhäufigkeit zu rechnen ist. Die Wasserwerke hätten dies laut Kippig gerade in der Region Aue, Schneeberg und Zwönitz zu spüren bekommen. (matu)

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