Kitagebühren für Eltern steigen auch 2020 nicht

Stadt Schwarzenberg schultert den Anstieg der Betriebskosten

Schwarzenberg.

Obwohl die Betriebskosten in allen Kindereinrichtungen der Stadt Schwarzenberg seit Jahren ansteigen, hat die Mehrheit des Stadtrates sich in dieser Woche dafür ausgesprochen, die Elternbeiträge nicht zu erhöhen. Damit bleibt es zunächst dabei, dass Eltern für die Betreuung ihres Nachwuchses in einer der zehn Kindereinrichtungen im Stadtgebiet Schwarzenberg 180 Euro für einen Neun-Stunden-Platz in der Krippe bezahlen, 85 Euro für einen Neun-Stunden-Platz im Kindergarten sowie 50 Euro für die sechsstündige Betreuung im Hort.

Damit liegt die Stadt Schwarzenberg an der untersten Grenze. Letztmalig angehoben wurden die Elternbeiträge zu Jahresbeginn 2016. Auch im Vergleich zu anderen Kommunen des Kreises sind die Elternbeiträge in Schwarzenberg als moderat einzustufen. So zahlen Eltern in Annaberg-Buchholz 224 Euro für einen Krippenplatz und 126,50 Euro für den Kindergarten. In Königswalde sind es gar 259 Euro für die Krippe und 144 Euro für den Kindergarten. In Aue sind es 195 Euro für Krippe, 95 Euro für Kindergarten und 60 Euro für Hort - jeweils für eine Vollzeitbetreuung gerechnet.

Die Gesamtfinanzierung eines Betreuungsplatzes basiert auf drei Säulen: Landeszuschuss, Gemeindeanteil und Elternbeiträge. Die tatsächlichen Kosten für einen Krippenplatz (laut Abrechnung 2018) belaufen sich auf rund 1140 Euro für Personal- und Sachkosten. Der Landeszuschuss liegt bei 189 Euro, der Elternbeitrag bei 180 Euro. Also zahlt die Kommune pro Krippenplatz rund 770 Euro, für den Kindergartenplatz 232 Euro und den Hortplatz 97 Euro. Kritik gab es aus den Reihen der Räte, dass der Landeszuschuss seit Jahren gleich bleibt.

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