Alter Kunstkalk wird mit Granitplatten ersetzt

Das Kriegsopferdenkmal im Stollberger Ortsteil Gablenz ist 96 Jahre alt - und so sieht es auch aus: Verwittert. Nun wird es für 15.000 Euro repariert. Doch was wird gemacht?

Gablenz.

Für Steinmetz Rolf Schreckenbach ist es nicht nur ein Auftrag. Er ist ja auch Gablenzer und Ortschaftsrat im Dorf, wohnt nur einen halben Kilometer von dem Denkmal weg. "Obwohl ich selbst keinen Vorfahren habe, an den hier erinnert wird." Er hilft mit, ein Stück Ortsgeschichte zu retten, sagt Schreckenbach. Es ist allerhöchste Zeit.

"Das Mahnmal ist aus Kunstkalk, der aber am Sockel schon lange defekt ist - vor allen an den Ecken war viel kaputt. Den Kalk haben wir bis zum Mauerwerk abgeschliffen und ersetzen das alles nun mit Granitplatten", erklärt Schreckenbach.

Ein weiteres Problem sind die drei Platten mit den Namen der 35 gefallenen Gablenzer Soldaten, die aus dem Ersten Weltkrieg nicht wieder nach Gablenz heimgekehrt sind. Ob nun Leonhard, Fischer, Bochmann oder Helbig - seit den 1960er Jahren war die vertieft genutete Schrift - so der Fachbegriff - wie die ganze Oberfläche abgewittert und unlesbar geworden. "Selbst bei günstigem Sonnenlicht war nichts mehr zu erkennen. Und was nützt ein Denkmal ohne die Namen derer, um die es geht? Auch hier nehmen wir Granit. Das hält mindestens doppelt so lange und ist zudem als Naturstein preiswerter als der Kunstkalk."

Knapp 15.000 Euro soll die Sanierung kosten, ein Großteil davon sind Fördergelder, sagt Thomas Jubelt vom Bauamt der Stadt Stollberg. Bis Ende Juni soll das Projekt fertig sein.

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