Anklage: Verbotene Fotos auf Handy

Mittfünfziger muss nach Urteil des Amtsgerichts 2400 Euro zahlen

Hohenstein-Ernstthal.

Das Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal hat einen Mann aus dem ehemaligen Chemnitzer Land verurteilt, auf dessen Rechner und Smartphone sich kinderpornografische Bilder und Videos befunden hatten. Der Angeklagte, der ohne Verteidiger zur Verhandlung erschienen war, hatte sich in allen Punkten für schuldig erklärt.

Da er noch nicht vorbestraft ist, schlug der Staatsanwalt eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 40 Euro vor - also insgesamt 2400Euro wegen zweifachen Besitzes und Beschaffung kinderpornografischer Schriften. Richter Manfred Weber folgte diesem Antrag.

Auf die Spur des Angeklagten kamen Ermittler über dessen IP-Adresse im Internet. IP-Adressen werden Geräten zugewiesen, die an das Netz angebunden sind und macht sie so erreichbar, aber auch identifizierbar. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Mai des vergangenen Jahres beschlagnahmten die Polizisten zudem bei dem Mittfünfziger dessen Smartphone und Computer.

Auf dem Mobiltelefon fanden die Polizisten Filmmaterial mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren. Außerdem hatte sich der Angeklagte vor zwei Jahren zwei Bilddateien über das soziale Netzwerk Facebook auf den Rechner übersenden lassen. Sie zeigen einen unbekleideten 15-Jährigen in sexueller Pose. Als Zeugin trat in dem Prozess eine 43-jährige Kommissarin der Polizeidirektion Zwickau auf. (stsu)

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