Auerbach hilft unkompliziert aus

Die Jahnsbacher haben ein kleines Beisammensein im Advent auf die Beine gestellt. Ohne die Nachbargemeinde wäre das vielleicht nicht so gekommen.

Jahnsbach/Auerbach.

Unkomplizierte Nachbarschaftshilfe hat dazu beigetragen, dass das Jahnsbacher Adventsgrillen wieder ein Erfolg wurde. Dieses wird von einem Kreis aus ehemaligen Fußballern des SV Jahnsbach auf die Beine gestellt. "Unser Hauptcredo ist es, das Sportheim zu erhalten, das unsere Urväter gebaut haben", sagt Martin Gronau. Doch die Vorbereitungen liefen nicht ganz alltäglich. Anderthalb Wochen vor der Veranstaltung am zweiten Advent wendeten sich die Jahnsbacher mit der Bitte um zwei Weihnachtsmarktbuden ans Thumer Rathaus - wenige Tage vor der Veranstaltung kam dann nach einigem Hin und Her die Absage. "Die Stadt Thum hat es nicht geschafft, uns zwei Buden zur Verfügung zu stellen. Schade, denn wir tun hier auch was für den Ort", ärgert sich Martin Gronau. Doch er verzagte nicht, griff zum Telefon und rief in Auerbach bei Bürgermeister Horst Kretzschmann an - einige Stunden später standen am Sportheim zwei Weihnachtsmarktbuden aus dem Nachbarort. "So eine unkomplizierte Nachbarschaftshilfe ist großartig", lobte Martin Gronau. Horst Kretzschmann schaute am Sonntag auch selbst vorbei. Er hat familiäre Verbindungen nach Jahnsbach und macht die grenzüberschreitende Hilfe zu keinem großen Ding. Andere Orte unterstützten im Gegenzug Auerbach doch auch. "Dafür sind wir schließlich Erzgebirger", sagt er.

Das Sportheim in Jahnsbach soll der Platz für eine Art Dorfstammtisch bieten, so Martin Gronau. Es ist jetzt immer sonntags von 15 bis 20 Uhr geöffnet, man kann es auch für Feiern mieten. Die Einnahmen stecken die Organisatoren ins Gebäude. Sonderveranstaltungen wie das Adventsgrillen oder ein Fußballfest im Sommer spülen nicht nur etwas Geld in die Kasse, sie bereichern auch das Leben in Jahnsbach. So traten am Sonntag unter anderem das Duo Martin Gronau und Peter Rehr auf. Später kam als Überraschungsgast Christian Wetzel hinzu. "Ein emotionaler Abend", so Gronau.

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