Auerbachern stinkt es - Ursache ist aber unklar

Für Anwohner ist Kuhstall schuld - für andere die gedüngten Wiesen

Auerbach.

Einigen Anwohnern insbesondere der Auerbacher Schulstraße stinkt es. Einer von ihnen hat sich in dieser Woche auf den Weg ins Rathaus gemacht, um den Gemeinderat dafür zu sensibilisieren, was ihr Problem ist: der Gestank, der ihrer Meinung nach von der neuen Milchviehanlage der Gornsdorfer Agrarproduktion GmbH ausgeht. 30 bis 40 Prozent der Tage im Mai und Juni seien belastet gewesen, sagt er. Nämlich jene Tage, an denen der Wind aus Ost, Südost oder Nordost weht. Genau dort befindet sich der Kuhstall.

Wenngleich ein Teil der Räte offenbar nicht der Meinung war, dass die Stallanlage der Grund für den störenden Geruch ist, so war dieser selbst bereits bekannt. Auch für Bürgermeister Horst Kretzschmann (parteilos) war das Problem keine Neuigkeit: Der Gast in der Ratssitzung war nach seinen Worten nicht der erste Auerbacher, der sich beschwert hat. Auf Hinweise einer Auerbacherin hin sei er auch schon selbst herumgefahren, um festzustellen, ob es riecht und wo. Und er habe dabei festgestellt, dass einige der Wiesen zwar gedüngt, aber die Gülle nicht eingearbeitet war.

Weil der Auerbacher aber überzeugt war, der Geruch komme aus der Anlage selbst, bot Horst Kretschmann an, den Sachverhalt ans Landratsamt zur Prüfung zu geben. Voraussetzung sei aber, dass entsprechende Anträge von Bürgern vorliegen - untermauert mit Zeiten und Daten, wann die Belästigung aufgetreten ist. Von einer Betroffenen sei ihm das bereits zugesagt worden, und auch der Gast in der Ratssitzung erklärte sich bereit, solche Daten zu liefern. Und er hatte noch eine Anregung: Da die Goag ihren Sitz in Gornsdorf habe, fließe dort die Gewerbesteuer hin. Eigentlich müsste Auerbach davon einen Teil abbekommen. Aber er relativierte auch gleich: Die Gornsdorfer Bürgermeisterin wäre ziemlich dumm, würde sie ihrer Gemeinde die Gewerbesteuer vorenthalten, sagte er.

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