Ausbildungsmesse verdoppelt Anzahl der Aussteller

Nach Annaberg-Buchholz, Aue und Marienberg fand in Stollberg jetzt der diesjährige Abschluss der Informationsveranstaltungen für künftige Berufseinsteiger statt. Aber was sagen der Bürgermeister, die Jugendlichen und der oberste Wirtschaftsförderer im Erzgebirgskreis?

Stollberg.

Mit 102 Ausstellern ist die 14. Ausbildungsmesse Erzgebirge am Standort in Stollberg am Samstag in der Dreifeld-Turnhalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums ausgebucht gewesen. Nach Annaberg-Buchholz, Aue und Marienberg war in Stollberg das Messe-Finale. "Wir sind froh, hier eine gut organisierte Industrie zu haben", sagt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt. Doch Engagement sei gefragt. "Wer sich in die Hängematte legt, der wird in Zukunft keine großen Chancen haben", so Schmidt.

Bennet Rauner aus Oelsnitz hat sich umgeschaut: "Bei mir soll es ins Handwerk gehen. Welche Richtung, ist noch offen. Was mir gefallen würde, wäre Maschinenbau oder etwas mit Holz. Elektro finde ich auch interessant." Auf die Frage, warum er das Handwerk interessant findet, sagt der 15-Jährige: "Wenn ich arbeite, dann möchte ich sehen, dass etwas entstanden ist."

Kevin Weißflog steckt bereits mittendrin in der Ausbildung. Der 18-Jährige ist im dritten Lehrjahr zum Elektroniker für Geräte und Systeme bei der SKS Kontakttechnik GmbH in Niederdorf: "Für technische Basteleien habe ich mich schon immer begeistert. Die Ferienarbeit im Unternehmen hat mir zugesagt, und ich habe mich für die Ausbildung beworben. Ich bereue die Entscheidung keine Sekunde, denn der Job ist sehr abwechslungsreich."

Auf der Ausbildungsmesse orientieren sich auch bereits jüngere Schüler, wie der Neuntklässler Martin Lorenz aus Elterlein, der sich unter anderem bei der TU Bergakademie Freiberg die Studienmöglichkeiten angeschaut hat: "Ich möchte gern Abitur machen, dann eventuell studieren." Die Messe sei geeignet, sich im Vorfeld zu orientieren.

Die Ausbildungsmesse Erzgebirge hat sich als Format im Rahmen der Berufsorientierung junger Leute fest etabliert. Wie Matthias Lißke, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge erklärt, habe die Messe eine positive Entwicklung genommen. Zur ersten Schau seien 50 Aussteller gekommen - jetzt aber liege die Messe stabil bei rund 100, die stellenweise hier und da wechseln. Der Bedarf sei definitiv da und das Interesse sei groß. "Auf den vier Messen hatten wir in diesem Jahr 400 Firmen, und einige haben mehrere Standorte belegt", sagte Lißke, der in Stollberg von 16 neuen Ausstellern in diesem Jahr spricht.

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