Behörde hat Altbergbau in Hohndorf im Fokus

Schächte sollen zunächst erkundet werden - 2020 Sanierungsstart Halden

Hohndorf.

Nicht nur in Oelsnitz und Lugau gibt es Pläne zur Sanierung von Altbergbauanlagen, auch in Hohndorf gibt es Aktivitäten. Nachdem Ende vergangenen Jahres die einsturzgefährdete alte Eisenbahnbrücke über die Straße Hinterm Idaschacht abgerissen wurde, stehen nun die Breitscheid-Schächte I und III sowie die Breitscheid-Halden II und III im Fokus des Sächsischen Oberbergamtes (OBA), das die Projekte realisiert.

Wie Hohndorfs Bürgermeister Matthias Groschwitz (parteilos) während der Ratssitzung am Freitagabend erklärte, sollen in die Schächte zunächst Bohrungen eingebracht werden, um die Verfüllung der Schachtsäulen zu erkunden. Bezüglich der Halden sind Sicherungsmaßnahmen geplant, denen ebenfalls Messungen vorausgehen. Laut Projektantrag des OBA sollen die Erkundungen beziehungsweise Sanierungsarbeiten bis ins Jahr 2022 andauern. Insgesamt wird von 3,5 Millionen Euro an Kosten ausgegangen.

"Wir als Kommune sind Betroffene, für uns entstehen keinerlei Kosten", sagte Groschwitz. Finanziert werden sämtliche Vorhaben über das Projekt "Prävention von Risiken des Altbergbaus", das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gespeist wird. Da die Nachfolgekosten aber überschaubar sein müssen, will man eigene Vorstellungen in das Sanierungskonzept einbringen. So soll das Hundesport-Domizil auf einer der Breitscheid-Halden ebenso erhalten bleiben wie die beiden Ebenen dort. Für das obere Plateau könne man sich künftig eine touristische Nutzung als Aussichtspunkt vorstellen, sagte Groschwitz. Von der Breitscheidhalde II hätte man hingegen wegen Problemen mit dem Sickerwasser und dem Böschungswinkel gern ein Stück abgetragen. In diesem Jahr, so Groschwitz, sollen die Planungen abgeschlossen und dann die Arbeiten ausgeschrieben werden, sodass noch 2020 Baustart sein könnte.

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