Burkhardtsdorfer legt sich mit Polizeibeamten an

Das Amtsgericht musste den Unverbesserlichen nun zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilen. Ein skurriler Fall aus dem Justizalltag.

Burkhardtsdorf/Aue.

Das Amtsgericht Aue hat jetzt einen 23-jährigen Burkhardtsdorfer zu 2275 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Mann hatte sich gleich zweimal mit Polizisten angelegt - aus zum Teil sonderbaren Gründen. "Die Beamten mussten auch Pfefferspray einsetzen", so Gerichtssprecher Hartmut Meyer-Frey.

Erster Fall: Der Angeklagte habe am 10. März dieses Jahres per Notruf die Polizei angerufen. Sein Grund: Er habe seine Freundin geschlagen. Als die Polizei eintraf, weigerte er sich allerdings, sein Fahrzeug zu verlassen und musste von den Polizisten aus dem Wagen gezogen werden. Weiterhin wehrte er sich heftig gegen die polizeilichen Maßnahmen. Absurd: "Die Polizisten konnten überhaupt keine Gewalt gegen die Frau feststellen", so Meyer-Frey. Warum der Mann die Beamten aber angerufen hat, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zweiter Fall: Keine zwei Monate später, am 6. Mai, soll der Burkhardtsdorfer laut Anklage gegen 3.30 Uhr im Jahnsdorfer Ortsteil Pfaffenhain betrunken mit einem Pkw gefahren sein. Er soll 1,2 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. "Als er zur Blutprobe gebracht werden sollte, wehrte er sich wieder heftig gegen diese Maßnahme", erklärte Gerichtssprecher Meyer-Frey weiter.

Das Urteil wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte: 65 Tagessätze zu je 35 Euro. Ob die Strafe schon rechtskräftig ist, ist noch unklar.

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