Einbrüche in Pflegeheim sorgen für Ärger

Zwischen Mai und Juni haben Unbekannte Material aus dem im Bau befindlichen Haus in Neukirchen gestohlen. Deshalb wurden Videokameras installiert. Das brachte allerdings neue Probleme.

Neukirchen.

Bei fünf Einbrüchen auf der Baustelle an der Markersdorfer Straße in Neukirchen, wo derzeit ein neues Altenpflegeheim der Volkssolidarität entsteht, wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche Dinge entwendet und beschädigt. Neben Werkzeugen, Handbrausen, Waschbecken und Aluständern sind auch mindestens 50 Heizkörper, Kupferkabel, 250 Meter Telefonleitungen sowie Fliesen und Spiegel abhanden gekommen. Doch das ist nicht alles: Es wurden auch zwei Kameras auf dem Gelände beschädigt. Um in das Gebäude zu gelangen, hatten die Täter Fenster- und Terrassentüren aufgehebelt und anschließend die Räume aufgebrochen, in denen sich ihre Beute befand.

Lutz H. Uhlig, Geschäftsführer der Theed-Projekt-Gruppe, die als Investor für das Pflegeheim fungiert, schätzt den bislang entstandenen Schaden auf etwa 50.000 Euro. Hinzu komme laut Uhlig der Schaden an den Kameras in bislang unbekannter Höhe. "Sowohl wir als auch die bauausführenden Firmen bleiben auf den Kosten sitzen", sagt der 57-Jährige.

Am 11. Juni war bei der Polizeidirektion Chemnitz die erste Anzeige wegen des Diebstahls von Kabeln vom Gelände der Baustelle gestellt worden. Eine weitere kam knapp zwei Wochen später hinzu, als Unbekannte Sanitärutensilien gestohlen hatten. Zwei andere Fälle wurden laut Uhlig nicht bei der Polizei gemeldet, da sie sich am Wochenende ereigneten und erst am Montag bemerkt wurden. "Wir haben den Verdacht, dass die Baustelle beobachtet wird", sagt er. Deswegen seien Dutzende Kameras angebracht worden, um weitere Einbrüche zu verhindern. Die Kameras überwachen das gesamte Areal rund um die Uhr und melden der Polizei automatisch, wenn sich eine fremde Person auf der Baustelle befindet. "Wir haben die Sicherheitstechnik nicht eher installiert, weil wir zunächst davon ausgingen, dass es eine einmalige Sache war", sagt Uhlig. Anschließend habe es zunächst keine neuen Einbrüche gegeben.

Doch dann betrat am 30. Juni eine bislang unbekannte Person das Gelände und beschädigte zwei der Kameras. Die Ermittlungen zu den Tätern bei allen zur Anzeige gebrachten Fällen laufen laut Polizei derzeit noch.

Trotz der Vorfälle soll sich die Bauzeit für das Pflegeheim laut Uhlig nicht verlängern. Am 1. Mai 2019 begannen die Arbeiten, die Fertigstellung ist für den 30. September dieses Jahres geplant. Einen Tag später soll die Einrichtung mit 120 Einzelzimmern, für die es schon einige Interessenten gebe, eröffnet werden. Die Baukosten betragen laut Uhlig rund 14 Millionen Euro.

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