Erste Ideen für lebendige Ortsgeschichte gesammelt

Jahnsdorf packt in einem ersten, großen Workshop das mit 135.000 Euro geförderte Projekt an - 30 Leute dabei - Noch zwei Jahre Zeit

Ortsgeschichte für Jung und Alt - über gute Wanderwege mit Haltepunkten, die eine Geschichte erzählen, auch via QR-Codes für das Handy. Mit dieser Idee hat Jahnsdorf beim Ideenwettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft gewonnen. Nun muss es umgesetzt werden. Jan Oechsner sprach mit Bürgermeister Albrecht Spindler.

Freie Presse: Wie war die Resonanz zum ersten Workshop?


Albrecht Spindler: Es sind etwa 30 Leute da gewesen. Damit bin ich zufrieden. Ich hatte im Vorfeld aktiv eingeladen: Schulen, Kitas, Gemeinderäte, Feuerwehren, Kirchen, Vereine. Etwa 40 Rückmeldungen habe ich erhalten. Nicht alle sind gekommen. Aber das ist kein Grund, traurig zu sein. Es geht ja auch darum, den Zusammenhalt im Ort zu stärken. Und das tut es auf jeden Fall.

Gibt es denn schon erste Beschlüsse, Ideen, Zielstellungen?

Alle Anwesenden haben erstmal die aus ihrer Sicht wirklich wichtigen Landmarken und interessanten Punkte notiert, die im Ort für das Projekt infrage kommen könnten. Es müssen ja Punkte sein, die erstens gut in das Konzept passen und zudem eine Geschichte erzählen. Das Rittergut Leukersdorf etwa, der Schneckenberg oder Kleine Fichtelberg, aber auch die Brachen der Wirkwaren- oder Trikotagenwerke.

Haben Sie denn auch eine Idee?

Unser Freibad sollte aus meiner Sicht eine Rolle spielen. Es ließe sich auf der Strecke gut verorten, würde auch strategisch und im Marketingsinn uns als Gemeinde in die Karten spielen. Eine Geschichte hat es auch zu erzählen, denn schon lange bevor dort ein Bad gebaut wurde, haben die Jahnsdorfer an der Stelle die Würschnitz gestaut, gingen baden.

Wie geht es jetzt weiter?

In einem zweiten Workshop, der nach der Sommerpause sein wird, müssen wir die Ideen bündeln, kanalisieren und möglichst deckungsgleich mit dem Projekt in Einklang bringen. Wir dürfen uns nicht verzetteln. Denn: In zwei Jahren müssen wir fertig sein.

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