Familie startet in ihr neues Leben

Die Freude bei Angela und Marian Seigert aus Pockau ist riesig. Die beiden Rollstuhlfahrer durften ihr behindertengerecht umgebautes Fahrzeug in Empfang nehmen - dank vieler Leser der "Freien Presse".

Pockau-Lengefeld.

Für Familie Seigert aus Pockau ist die Übergabe einer der schönsten Momente ihres Lebens gewesen. An einem Chemnitzer Autohaus durfte sie ihren neuen Transporter in Empfang nehmen. Dieser war in den vergangenen Wochen behindertengerecht umgebaut worden. Gesamtkosten: rund 58.000 Euro. Viele Leser der "Freien Presse" hatten mit ihren Spenden den Kauf ermöglicht. So konnte der Verein "Leser helfen" auch den Umbau finanzieren.

"Wir sind so dankbar für all die Hilfe und die große Unterstützung", sagte Mutter Angela Seigert, die aufgrund ihrer schweren Erkrankung im Rollstuhl sitzt. Auch bei ihrem Sohn, der ebenfalls auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist die Freude riesig. Denn dank des Transporters wird der Familienalltag nun leichter. Bislang musste Vater Herbert Seigert seine Frau und seinen Sohn per Muskelkraft auf die Sitze des in die Jahre gekommenen Familienautos heben. In Zukunft kann er beide mit den Rollstühlen über eine Rampe direkt in das neue Fahrzeug schieben und mit Gurten sichern. Das kräftezehrende Heben entfällt. Im Inneren seien auf dem Boden Aluminiumschienen angebracht worden, so Matthias Schuster, Inhaber der Zschorlauer Spezialfirma. An ihnen lassen sich die Gurte einrasten, sodass sich die beiden Rollstühle während der Fahrt nicht bewegen.


Für Familie Seigert beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Am morgigen Samstag wollen die drei einen ersten Ausflug zu einer Freundin in Glauchau unternehmen. Dank des neuen Transporters sei es zum Beispiel künftig auch möglich, gemeinsam Konzerte zu besuchen, sagte Angela Seigert.

"Die Spendenbereitschaft der Menschen im Erzgebirge hat uns fasziniert. Zum wiederholten Male haben wir es als Verein geschafft, schwerstbehinderten Menschen ein kleines Stück Hilfe in ihrem schweren Alltag geben zu können. Dass bei Familie Seigert mit der Mutter und dem Sohn gleich zwei Betroffenen geholfen werden kann, macht uns besonders froh. Deshalb auch seitens des Vereins ,Leser helfen' noch einmal herzlichen Dank für diese tolle Form der Unterstützung", sagte Vereinsvorsitzender Udo Lindner.

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