Frühere Weggefährten erweisen einem großen Künstler die Ehre

Malerei und Grafik von Klaus Hirsch, Fotografien und die Grafikmappe "Für Klaus Hirsch" werden in der neuen Ausstellung im Heinrich-Hartmann-Haus gezeigt. Es ist eine gerade für diesen Mann passende Würdigung.

Oelsnitz.

Zum ersten Mal sind die insgesamt 20 Arbeiten der auf Initiative von Jörg Seifert entstandenen Grafikmappe "Für Klaus Hirsch" innerhalb einer Ausstellung zu sehen. Sie umfasst zwölf Grafiken, zwei Zeichnungen, zwei Fotografien, drei Texte und ein Brevier. Vertreten sind Freunde und Bekannte des 2018 verstorbenen Künstlers, und diese reichen vom erfolgreichen Profi bis zum ambitionierten Hobbykünstler.

"Das passt sehr gut zu Klaus Hirsch, weil er kein Künstler aus dem Elfenbeinturm war, sondern von allen sehr geschätzt wurde. Die Mappe spiegelt auch seinen Wirkungskreis wider. Viele der Beteiligten wollten damit ein Zeichen für ihre Verbundenheit mit Klaus Hirsch setzen", sagt Alexander Stoll. Auch der Galerieleiter ist mit einem Text in der Grafikmappe vertreten, denn Klaus Hirsch war als langjähriges Mitglied des Galerierates sehr eng mit dem Haus verbunden. Stoll beschreibt die in einer Auflage von 20 Stück herausgegebene Mappe: "Das ist keine Spezialmappe für Liebhaber der Lithografie. Stattdessen enthält sie ein breites Spektrum von Holzschnitt und Radierung bis zu Digitaldruck."

Ohnehin ist die Grafikmappe nur ein Aspekt dieser Ausstellung. Einen breiten Raum nehmen daneben die Arbeiten aus dem Nachlass von Klaus Hirsch ein, die von dessen Familie für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Für die Auswahl hat Alexander Stoll sich an drei Kriterien orientiert: "Zum einen will ich charakteristische Arbeiten zeigen, zum anderen sollte die Auswahl ein zeitliches Spektrum darstellen, das bis in die 1960er Jahre zurückreicht. Außerdem habe ich Arbeiten ausgewählt, die bisher noch nicht oder nicht so oft zu sehen waren." So ist unter anderem der Medea-Zyklus zu sehen.

Ein dritter interessanter Aspekt der Ausstellung sind schließlich Portraits und Fotografien, die Klaus Hirsch in seinem Atelier zeigen. Durch diese Aufnahmen von Heinz Hammer aus Limbach-Oberfrohna und Jörn Michael aus Annaberg-Buchholz gelingt es der Ausstellung sehr gut, neben dem künstlerischen Wirken auch den Menschen Klaus Hirsch erkennbar zu machen.

"Eine solche ehrende Ausstellung für den langjährigen Förderer dieser Galerie war mir wichtig", so Alexander Stoll. Den besonderen Stellenwert verdeutlicht auch die Ehrung innerhalb der traditionellen Auftaktausstellung "Wegzeichen 20".

Nach dieser besonderen Hommage sind 2020 im Hartmann-Haus vier weitere Ausstellungen zu sehen. Ab Anfang April zeigen vier Künstler eine Ausstellung zum Thema Industriekultur. Gezeigt werden darin Malerei, Grafik und Fotografien. Im Sommer können regionale Hobbykünstler ihre Werke wie gewohnt bei den Offenen Monaten präsentieren. Der Aufruf dazu erfolgt voraussichtlich Ende Februar. Im Herbst ist eine Cartoon-Ausstellung mit Werner Rollow und zum Jahresende schließlich ist eine Schau zum Thema Engel/Himmelsboten geplant.

Die Ausstellung "Hommage à Klaus Hirsch" wird am morgigen Freitag, um 19 Uhr im Heinrich-Hartmann-Haus eröffnet. Zu sehen ist die Schau bis zum 22. März donnerstags von 9 bis 17 Uhr, sowie freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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