Heißer Sommer beschert Theaterensemble neuen Rekord

Mehr als 42.000 Gäste haben in diesem Jahr die Festspiele auf der Freilichtbühne an den Greifensteinen miterlebt. So viele wie noch nie. Mittendrin: viel Prominenz.

Ehrenfriedersdorf.

Es war ein echt heißer Sommer in diesem Jahr auf der Freilichtbühne an den Greifensteinen. Und das nicht nur des gleichnamigen Musicals wegen, dass zu einem der besonderen Publikumsmagneten avancierte. Und zudem viel Prominenz auf "die schönste Felsenbühne Europas" gelockt hat, wie Intendant Ingolf Huhn gern die Sommerresidenz seines Ensembles bezeichnet. Unter anderem waren Schauspielerin und Sängerin Chris Doerk und Komponist Thomas Natschinski zu Besuch - sie vor 50 Jahren an der Seite von Frank Schöbel die Hauptdarstellerin im gleichnamigen Film, er mit Vater Gerd Urheber der Filmmusik.

Bekannte Namen und bekannte Stücke haben dem Ensemble des Eduard-von-Winterstein-Theaters in diesem Sommer einen neuen Besucherrekord beschert: Mehr als 42.000 Besucherinnen und Besucher wollten die insgesamt 61Vorstellungen sehen zog Ingolf Huhn überaus zufrieden nach der letzten Vorstellung am gestrigen Abend eine erste Bilanz.

Die zieht auch Schauspieler Sebastian Schlicht. Als Wolf hat er sich gestern Abend in "Heißer Sommer" nach vier Jahren vom heimischen Publikum verabschiedet. Er verlässt das Haus in Richtung Altenburg-Gera. Dort wird er ab heute schon auf der Bühne stehen - als Clifford Bradshaw im Musical "Cabaret". Und damit in genau der gleichen Rolle, die er in der zu Ende gegangenen Spielzeit auch im Eduard-von-Winterstein-Theater gespielt hat. Für ihn eine ganz neue, aber durchaus auch interessante Erfahrung: das gleiche Stück in zwei verschiedenen Inszenierungen. Und der Intendant? Lässt ihn nur ungern ziehen. Aber er kennt die Situation nur zu gut, die insbesondere kleinere Theater wie das Annaberger immer wieder bewältigen müssen. Dass die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die oft zu ihrem ersten festen Engagement verpflichtet werden, sich die ersten Sporen verdienen und dann weiter ziehen, um neue Erfahrungen zu machen und sich künstlerisch weiter zu entwickeln.

Das will auch Sebastian Schlicht. Er will aber auch keineswegs die vier Jahre im hiesigen Theater missen: "Ich bin sehr dankbar für diese Zeit, in der ich mich sehr weiterentwickelt habe - als Schauspieler und als Mensch." Großen Anteil daran hat seinen Worten nach die immer wieder angesprochene familiäre Atmosphäre im Haus, die es jedem Absolventen der Schauspielschule leichter macht, die Theaterwelt in der Wirklichkeit zu meistern. "Denn da gibt es viel, was man in der Ausbildung nicht lernt."

Während es für ihn ohne Pause weitergeht, dürfen seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen nach einer anstrengenden Freiluftsaison nun erst einmal ein paar freie Tage genießen. Am 15. September fällt dann beim großen Theaterfest offiziell der Startschuss für die neue Spielzeit.

Das ausführliche Programm der 126.Spielzeit finden Sie unter www.winterstein-theater.de

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