Kanal und Trinkwasserleitungen werden erneuert

Das Vorhaben im Auerbacher Oberdorf startet mit Verspätung, nun soll es im März losgehen. Die Kommune sitzt ebenfalls mit im Boot - sie will die Straße bauen. Gesamtinvestition: knapp 900.000 Euro.

Auerbach.

Mitte März sollen die Arbeiten zur Kanal- und Trinkwasserleitungsnetzerneuerung im Bereich Geyersche Straße/Am Lehngericht/ Turnerweg beginnen. Neben dem Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) und dem Regionalen Zweckverband Lugau-Glauchau (RZV), beteiligt sich auch die Gemeinde Auerbach an dem Komplexvorhaben - sie wird dafür sorgen, dass die Straße nach den Arbeiten komplett mit neuem Asphalt bezogen ist. Die Gesamtinvestition beträgt knapp 900.000 Euro. Den Mammutanteil mit 589.000 Euro trägt der ZWW.

Eigentlich war das Ganze schon früher geplant, erklärt ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig. Aber die erste gemeinsame Ausschreibung habe viel zu hohe Kosten ergeben - er spricht vom doppelten Preis gegenüber der zweiten Ausschreibung Ende 2019 - und wurde aufgehoben. Nun soll es im März losgehen.

Wie Frank Kippig erklärte, werden durch den ZWW insgesamt 410 Meter Schmutzwasser- und 165 Meter Regenwasserkanal gebaut beziehungsweise erneuert. Letztendlich gehe es darum, die Grundstücke der Geyerischen Straße sowie Am Lehngericht 6, 8 und 10 sowie den Turnerweg 13 und 15 an die zentrale Abwasserbehandlungsanlage anzuschließen. Das Abwasser von der Geyerischen Straße werde über die Straße Am Lehngericht, die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und die Obere Hauptstraße zur Kläranlage Auerbach geführt, das vom Turnerweg und der Straße Am Lehngericht über die Thumer zur Oberen Hauptstraße und dann in die Kläranlage, erklärt der ZWW-Geschäftsführer.

Der Trinkwasserversorger RZV beabsichtigt, im Zuge der geplanten Kanalnetzerneuerung des ZWW die Trinkwasserleitung in der Geyersche Straße von der Wiesenstraße bis zur Hormersdorfer Straße auszuwechseln, erklärt Petra Bauer, Hauptabteilungsleiterin Ingenieurdienste beim Zweckverband, auf Nachfrage. Die vorhandene Leitung werde dabei auf einer Länge von 350 Metern ersetzt. Bauer: "Gleichzeitig werden die notwendigen Arbeiten an den Hausanschlussleitungen in diesem Bereich durchgeführt." Die dem RZV entstehenden Bruttokosten betragen laut Petra Bauer 236.000 Euro.

Die Gemeinde Auerbach ist insofern an dem Vorhaben beteiligt, dass sie dafür sorgt, dass die betroffenen Straßen am Ende eine ordentliche, durchgängige neue Decke haben. Denn ZWW und RZV bringen die Straße nur dort in Ordnung, wo sie vorher Gräben gezogen haben. Wie die Gesamtmaßnahme, so profitiert insbesondere auch die Gemeinde mit dem Restflächenausbau von der zweiten Ausschreibung. Fachbereichsleiter Jörg Spiller sagte vor dem Gemeinderat, dass man schon bei der ersten Ausschreibung unter der ursprünglichen Kostenschätzung - die betrug 74.000 Euro - gelegen habe. Mit einem Angebotspreis von knapp 44.000 Euro sei es nun für die Gemeinde aber noch besser gelaufen. Dieses Angebot wurde von einem Zwönitzer Unternehmen abgegeben, das den Auftrag nun auch erhalten hat.


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