Kinder stürmen neue Spielgeräte

Das Dorfentwicklungsprogramm Leader hat es möglich gemacht: Der Eisenbahnspielplatz in Hohndorf ist erneuert worden. Auch beim nächsten Projekt hofft der Ort auf EU-Mittel.

Hohndorf.

Der neue Eisenbahnspielplatz an der Spielstraße ist am Donnerstagnachmittag von zahlreichen kleinen Hohndorfern eingeweiht worden. Mit Begeisterung stürmten sie Rutsche, Kletternetze, Kletterstange, Schaukel, und Sandkasten. Die Spielgeräte tragen der unmittelbaren Nähe der City-Bahn-Linie Rechnung - unverkennbar erinnern sie an eine Eisenbahn.

Der alte Spielplatz war nach 25 Jahren verschlissen. In die Gestaltung des neuen sind auch Wünsche der Einwohner eingeflossen, dafür hatte es im Gemeindeanzeiger einen Aufruf gegeben. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung liegen laut Bürgermeister Matthias Groschwitz bei 22.000 Euro, wovon 15.000 Euro über das Dorfentwicklungsprogramm Leader bezuschusst wurden.

Neben dem Hohndorfer Spielplatzprojekt haben 13 weitere sogenannte Kleinprojekte in der Region "Tor zum Erzgebirge" von der Leader-Förderung profitiert. Damit wurde das sogenannte Regionalbudget von insgesamt 150.000Euro, aus dem Vereine, Unternehmen und Kommunen eine Förderung bis maximal 20.000 Euro Gesamtkosten erhalten können, ausgeschöpft, heißt es aus dem Regionalmanagement. Unter anderem sei mit dem Geld eine Vereinskegelbahn saniert, Instrumente für ein Jugendblasorchester gekauft und in einem Freibad eine Matschstrecke errichtet worden.

Auch beim nächsten derartigen Vorhaben - der Spielplatz am Sachsenringblick bedarf ebenfalls einer Erneuerung - hofft die Gemeinde Hohndorf auf Fördermittel aus der EU. Wie Groschwitz sagte, habe man eine Entwicklungsplanung erstellen lassen und gehe von rund 40.000 Euro an Kosten aus. Vorgesehen seien drei Spielzonen für verschiedene Altersgruppen, das Aufstellen von Bänken und eine neue Bepflanzung. Mit dem Projekt bewerbe man sich im Rahmen des aktuellen Leader-Aufrufs um Fördermittel und hoffe auf eine 75-prozentige Quote. Für den außerdem notwendigen Wegebau sowie Geländeanpassungen plane man, dies 2020 wiederum als Kleinprojekt bei Leader einzureichen. Was den Spielplatzbau angeht, so hänge der Baubeginn von der Bearbeitung des Förderantrags beim Landratsamt ab. "Wenn wir einen vorfristigen Baubeginn genehmigt bekommen, würden wir es riskieren und schon bauen, sodass der Spielplatz im Spätsommer 2020 fertig ist."

Da es am Spielplatz an der Wasserschänke keinen Erneuerungsbedarf gibt und der an der Alten Brauerei im Frühjahr mit einem neuen Kletterturm ausgestattet wurde, wären dann alle vier öffentlichen Spielplätze im Ort auf längere Sicht in Ordnung. (gudo)

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