Kirchen schließen sich zusammen

Pfarrer Michael Tetzner bezeichnet die Fusion im Raum Zwönitz als Zäsur. 2021 sind weitere Veränderungen geplant.

Zwönitz.

Kirchturmdenken könnte bei dieser Vereinigung im wahrsten Sinne des Wortes eine Rolle spielen: Bereits seit dem Frühjahr 2019 hatten die Kirchgemeinden Brünlos, Dorfchemnitz, Thalheim, Hormersdorf, Elterlein und die beiden Zwönitzer Kirchgemeinden über eine engere Zusammenarbeit nachdenken müssen. Mit Beginn des neuen Jahres haben sich die Kirchgemeinden Brünlos, Dorfchemnitz, Niederzwönitz und Zwönitz zu einer Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Zwönitz vereinigt. Sie wird zudem ab dem 1. Januar 2021 mit den Kirchgemeinden Hormersdorf, Elterlein und Thalheim ein Schwesterkirchverhältnis bilden. "Die Kirchgemeinden bestehen alle bereits seit hunderten von Jahren. Da ist diese Vereinigung schon eine gewichtige Zäsur", sagt Pfarrer Michael Tetzner. Die Zusammenlegung der Kirchenbezirke und die Fusionen verschiedener Kirchgemeinden sind Teil eines längeren Strukturprozesses. Damit soll die Zukunftsfähigkeit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens erhalten werden. Denn der demografische Wandel macht sich auch beim Rückgang der Gemeindeglieder bemerkbar. "Wir haben zwar auch Taufen und Eintritte, jedoch mehr Beerdigungen," so Michael Tetzner.

Im Kirchenbezirk Annaberg, zu dem 50 Kirchgemeinden in den Altkreisen Annaberg und Stollberg gehören, werden deshalb acht Regionalverbünde zusammenarbeiten. "Wir sind die Region 4." Darin sollen die Kirchgemeinden von sieben Orten vereint werden. "Wir konnten uns an der bestehenden politischen Struktur orientieren. Da haben Alt-Bürgermeister Uwe Schneider und der jetzige Bürgermeister Wolfgang Triebert eine sehr gute Arbeit geleistet", so Tetzner. Denn seit 1998 wurden Dorfchemnitz, Günsdorf, Brünlos und Hormersdorf nach Zwönitz eingemeindet. Obwohl die Verwaltung aus Zwönitz erfolgt, sollen das die Gemeindeglieder nicht negativ spüren. "Wir wollen einen langsamen Übergang", sagt der Pfarrer.

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