Leiter der Verwaltung geht schon wieder

Jahnsdorfs Bürgermeister verliert Matthias Bleyer - Keine Gründe genannt

Jahnsdorf.

Nach kaum zwei Jahren im Amt wird schon wieder Schluss sein: Jahnsdorfs Verwaltungsleiter und Kämmerer Matthias Bleyer stellt seinen Posten zur Verfügung.

"Das hat interne Gründe", sagt Bürgermeister Albrecht Spindler. Genauere Informationen zu der doch überraschenden Personalie wollte der Rathauschef, der unter seinem Vorgänger Carsten Michaelis auch viele Jahre Bleyers Posten hatte, nicht geben. Auch Bleyer selbst wollte auf Anfrage von "Freie Presse" nichts sagen. Aus Gründen der Verschwiegenheitspflicht könne er keine Stellungnahme zum Sachverhalt erteilen. Der Posten des Wahlleiters für die anstehende Gemeinderatswahl bleibe von der Personalentscheidung jedoch unberührt. "Mein letzter Arbeitstag ist der 31. Juli 2019", so Bleyer.


Fakt ist: Die Gemeinde hat bereits die vakante Stelle ausgeschrieben. "Unser Stellenangebot soll vorzugsweise zum 1. August in Vollzeit besetzt werden. Vorausgesetzt wird der Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt bzw. die Laufbahnbefähigung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst oder als Volljurist/in bzw. ein vergleichbarer Hochschulabschluss", so steht es in der Anzeige. Bisher habe es erst eine Bewerbung gegeben, sagt Spindler. Noch bis 20. Mai können sich Bewerber für die bald vakante Stelle melden.

Bleyers Berufung im Spätherbst 2017 war insofern überraschend, weil es sich bei dem damals 39-Jährigen um ein relativ bekanntes Gesicht aus der Eiskunstlaufszene gehandelt hat. Regelmäßige vordere Ränge bei Deutschen Meisterschaften, ein achter Platz bei der Europameisterschaft in Malmö, ein elfter Platz bei den Juniorenweltmeisterschaften in Zagreb. Er stand mit Nicole Nönnig, seiner späteren Ehefrau, auch im A-Kader für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin - sagte dort dann aber ab.

Bleyer war vor seinem Antritt in der Gemeinde Jahnsdorf als Geschäftsführer in der Firma seines Schwiegervaters tätig. Er hatte sich dann den Wechsel ins Rathaus zugetraut. In einem damaligen "Freie Presse"-Bericht sagte er: "Vor allem die verwaltungsrechtliche Schiene und die Rechtsvorschriften solch einer Gemeinde sind schon eine Wand", so Bleyer damals. Und dann sagte er noch: "Ich schaffe das."

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