Lugau hat 2020/21 Kunstrasenplatz auf Agenda

Laut Haushaltsentwurf will die Stadt Lugau im nächsten Jahr mehr als 4 Millionen Euro investieren. Zu den größeren Vorhaben gehört auch der Bau eines Busbahnhofs.

Lugau.

Zwar wird es solche Großprojekte wie den Bahnhofs- und den Güterbodenumbau in den kommenden Jahren nicht mehr geben - dennoch sind im Entwurf der Haushaltssatzung für 2020 insgesamt knapp 4,3 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Geplant wird dabei mit reichlich 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln.

Größere Vorhaben sind ein Kunstrasenplatz, der Bau eines Abwasserkanals für den Sportplatz sowie ein Busbahnhof an der Hohensteiner Straße - etwa in Höhe Bahnhofsgebäude. Für den Kunstrasenplatz - ein lang gehegter Wunsch des Fußballvereins - sind 2020 395.000 Euro und im Jahr darauf nochmals 325.000 Euro vorgesehen. Wie Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) sagte, sei ein Antrag auf 50-prozentige Förderung gestellt. Dennoch liege der Eigenmittelanteil derzeit bei insgesamt mehr als 600.000Euro - der allerdings dadurch gesenkt werden könnte, dass der Sportverein bei seiner Sponsorensuche fündig wird.

Den Busbahnhof hat die Stadt schon länger auf der Agenda, er würde 2020 und 2021 mit insgesamt 740.000 Euro Baukosten zu Buche geschlagen - wobei auch hier Fördermittel eingeplant sind, sodass der Eigenanteil bei etwa 211.000 Euro läge. Auch der Ausbau der Jägerstraße steht mit 450.000 Euro Baukosten im 2020er-Plan, kann aber nur umgesetzt werden, wenn Fördermittel (geplant: 345.000 Euro) fließen.

Noch einmal 485.000 Euro sind 2020 für Umbau und Umnutzung des Bahnhofsgebäudes vorgesehen, wobei dieses Projekt zu 90 Prozent gefördert wird. Für den Umbau des Güterbodens zu einer Mehrzwecksporthalle sind 1,27 Millionen Euro an Baukosten geplant, hier gibt es einen Zwei-Drittel-Zuschuss durch die Städtebauförderung (SOP).

Wie Kämmerin Claudia Löffler bei der Vorstellung des Entwurfs am Montagabend vor dem Stadtrat sagte, baue die Stadt auch 2020 weiter Schulden ab. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinke von 467,80Euro zum Jahresende 2019 auf 426,41Euro Ende 2020. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sollen 2020 beibehalten werden.

In der Diskussion zum Haushaltsentwurf schlug Andreas Dietz (FWG) vor, auch Mittel für die Beleuchtung und Sanierung des Garagenhofs an der Sallauminer Straße vorzusehen - zumindest aber für die Beseitigung der Unfallgefahr. Bürgermeister Weikert sagte, man nehme es als Aufgabe in die Verwaltung mit, sich zu dieser Problematik Gedanken zu machen. Thomas Dietz (AfD) sprach von einem "soliden Haushalt", regte aber an, bei der Planung der Gewerbesteuereinnahmen zu bedenken, dass sie künftig sinken könnten. Kämmerin Löffler: "Wir planen vorsichtig."

Der Entwurf des Haushaltsplans liegt noch bis zum 12. November im Rathaus aus, bis 26. November können Einwendungen vorgebracht werden. In der Dezember-Sitzung des Stadtrates ist der Beschluss der Haushaltssatzung vorgesehen.

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