Marianne Martin: Es muss weitergehen

Die Thalheimer TV-Moderatorin setzt sich für den schwerstbehinderten vierjährigen Ewen ein. Eine gerade beendete Therapie bestärkt sie in ihrem Tun.

Oelsnitz/Thalheim.

Jeder noch so kleine Fortschritt ist ein großer Erfolg für Ewens Wohlbefinden. Der Vierjährige leidet an den Folgen von Komplikationen während der Geburt, kann nicht sitzen, stehen oder gehen, hört und sieht wahrscheinlich auch nichts. Gerade hat er die vierte Adeli-Therapie im slowakischen Piestany hinter sich, und wie schon nach den vorangegangenen Aufenthalten dort kann Mutti Stefanie Wittig gleich eine ganze Reihe an Fortschritten aufzählen: Ewen sei insgesamt entspannter und etwas beweglicher, die Skoliose ein Stück zurückgegangen, die Spastik besser. "Er hat sogar auf dem Bauch liegend versucht, ein Bein anzuziehen", erzählt die Oelsnitzerin. So etwas in Richtung Krabbelversuch habe er zuvor noch nie gemacht.

Hinter Adeli steht eine Therapie, die auf Erkenntnissen aus der Raumfahrtmedizin aufbaut und sehr intensiv ist. Die täglich sechsstündigen Behandlungen reichen von einem speziellen Wahrnehmungstraining bis zur Arbeit mit einem Therapiehund. Die Kasse übernimmt die Kosten nicht, und als die Mundart-Moderatorin Marianne Martin aus Thalheim von Ewens Schicksal erfuhr, beschloss sie, zu helfen. Die jüngsten Therapieerfolge bestätigen sie in ihrem Bemühen. "Die Behandlung muss unbedingt fortgesetzt werden", sagte sie gestern. Sie hofft, nachdem mit den von ihr gesammelten Spenden die eben beendete Therapie finanziert werden konnte, dass auch für den nächsten Aufenthalt in der Adeli-Klinik gespendet wird. Aktuell weise ihr Spendenkonto einen Stand von 1758,20 Euro auf, knapp 4000 Euro werden für eine Therapie benötigt. "Ein großes Dankeschön an alle, die schon geholfen haben", sagte Martin. Und: "Bitte macht weiter."

Das Spendenkonto bei der Erzgebirgssparkasse, eingerichtet von Marianne Martin (Kontoinhaber): IBAN DE3887054000 1595433658, BIC WELADED1STB, Verwendungszweck "Hilfe für Ewen" .

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