Montessori: Thalheim verzichtet auf Kauf

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Verhandlungen mit dem Besitzer des ehemaligen Gymnasiums sind beendet

Thalheim.

Die Stadt Thalheim hat die Kaufverhandlungen mit den Besitzern des ehemaligen Gymnasiums beendet. Dafür haben sich die Räte in der jüngsten Sitzung ausgesprochen. Die Stadt hatte den neuen Eigentümern - der Chemnitzer Lebenshilfe und der Autounion - im Juli ein Angebot über 50.000Euro unterbreitet. Die schlugen einen Preis in Höhe von 60.000Euro vor. Doch das wurde abgelehnt. Thalheims Kämmerin Theresa Kempuß sprach von "gravierenden Mängeln" am Gebäude, die kaum abschätzbare Kosten zur Folge hätten.

Im Sommer 2019 hatte Karl Stocker, damals Chef der Jugendstätten Stocker, damit angefangen, das leerstehende Gebäude zu sanieren. Damals war er noch Betreiber einer Montessori-Schule, die von Neukirchen nach Thalheim ziehen sollte. Die Kinder lernten bereits in Thalheim, als bekannt wurde, dass Stocker ein Insolvenzverfahren bevorstand. Es lief darauf hinaus, dass die Autounion und die Lebenshilfe die Jugendstätten übernahmen. Die Schulbetrieb wurde fortgesetzt.

Während die Zusammenarbeit mit Stocker schwierig gewesen sei, komme die Stadtverwaltung mit den neuen Besitzern gut zurecht, sagte Bürgermeister Nico Dittmann. Der hatte sich bei der Abstimmung im Rat für befangen erklärt. Der "Freien Presse" erklärte er später, dass er sich privat mit dem ehemaligen Gymnasium verbunden fühle. "Ich bin da zur Schule gegangen und gehörte zum letzten Jahrgang", sagte er. Dittmann war der Überzeugung, dass die Stadt das Grundstück kaufen sollte. Um seine persönlichen Interessen nicht mit den Angelegenheiten der Kommune zu vermischen, habe er sich beim Ratsbeschluss enthalten.

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