Museumslok I K soll Pfingsten wieder im Erzgebirge rollen

In diesem Jahr will die Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn die Pläne zum Projekt Neuer Bahnhof konkretisieren. Das Vorhaben soll bis 2025 zum Großteil realisiert sein.

Jöhstadt.

Die Museumsbahn dampft weiter erfolgreich von Steinbach nach Jöhstadt. Und mit ihr viele Dampflokfans. Insgesamt wurden im zu Ende gegangenen Jahr knapp 36.000 Fahrgäste gezählt, sagt Mario Böhme, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn. Das seien vier Prozent mehr als 2016. Das Jahr dazwischen - 2017 - klammert er bewusst aus. "Das war unser Jubiläumsjahr 125 Jahre Preßnitztalbahn und damit kein normales Jahr. Durch die zahlreichen Veranstaltungen wurden weit mehr Fahr- gäste angezogen als üblich", so Böhme.

Dass sich die Fahrgastzahlen sukzessive weiter nach oben entwickeln, das wünscht sich Böhme auch für dieses Jahr. Der Verein werde dafür alles tun. So soll zum Beispiel über Pfingsten mit der Lok I K eine bei Dampflokfans besonders begehrte Rarität wieder im Preßnitztal unterwegs sein. Zurzeit befinde sich das Stahlross im Dampflokwerk Meiningen zur Aufarbeitung, eine Art komplexe Instandsetzung. Eine solche sei aller acht Jahre an der Reihe. Dieses Zeitfenster wurde für die I K Nr. 54, die als originalgetreuer Nachbau von Sachsens erster Schmalspurlok 2009 in Dienst gestellt wurde, nahezu exakt einge- halten. Bei der Generalüberholung sollen zudem auch einige technische Dinge an der Lok verändert werden, die nicht so funktionierten, wie es eigentlich gewollt war, sagt Böhme.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr ist am 11. Mai eingetaktet. An dem Tag finden Militärtransporte mit der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn statt. Dazu sind wie 2017 erneut militärhistorische Vereine dabei, die eine authentische Szenerie nachstellen werden. Für den 21. April ist eine Wanderung von Jöhstadt bis nach Steinbach mit anschließender Rückfahrt mit der Museumsbahn vorgesehen. Auch diese Veranstaltung wurde im Jubiläumsjahr 2017 erstmals angeboten und stieß dabei auf eine große Resonanz, so Böhme.

Viel passiere dieses Jahr aber auch im Verborgenen. Die Rede ist von der Konkretisierung der Pläne für das Projekt Neuer Bahnhof. Dahinter verbirgt sich die Aufwertung des Areals rund um den Bahnhof in Jöhstadt unter anderem mit einem bahntypischen Spielplatz für Kinder, einer kleinen Gaststätte bzw. einem Imbiss und weiteren Park- sowie Caravanstellplätzen. Der Großteil davon soll bis 2025 realisiert sein, so Böhme. Überdies wünscht er sich, dass zudem auch die Attraktivität des Umfeldes der Bahn - also Wanderwege, gastronomische Einrichtungen, Beherbergungsbetriebe - weiter erhöht wird. Alle müssten an einem Strang ziehen, um Touristen in die Region zu locken.

Erstes Fahrtwochenende dieses Jahr ist am 2./3. Februar. Das Motto lautet "Winterdampf".

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