Nach Wechsel: Luftrettung zieht erste Bilanz

Der ADAC als neuer Betreiber stellt sich selbst gutes Zwischenzeugnis aus

Zwickau/Stollberg.

Der größte Fan der Zwickauer Luftrettung durfte bei diesem Termin nicht fehlen, als der ADAC, der die Aufgabe im Januar übernommen hat, Anfang dieser Woche seine erste Halbjahresbilanz vorstellte: Daniel Geyer sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl. Das allerdings hält den 30-Jährigen nicht davon ab, jeden Tag zur Basis des Rettungshubschraubers "Christoph 46" am Heinrich-Braun-Klinikum zu kommen und sich über den aufsteigenden gelben Helikopter zu freuen.

648 Einsätze des Rettungshubschraubers mit 609 transportierten Patienten konnte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung, in den ersten sechs Monaten des Jahres vermelden. 91 Prozent der Einsätze erfolgten in Sachsen, der Rest in Thüringen und Bayern. Für Bruder ist der "fliegende Wechsel" geglückt. Für den Piloten und Stationsleiter Mario Hartmann stellt sich der Einsatz in der Region Zwickau deutlich anspruchsvoller dar als zuvor in Bautzen. "Vor allem im Winter bei Schnee ist es gar nicht so einfach, zum Beispiel in Oberwiesenthal oder auf dem Fichtelberg zu landen", sagte er. Dennoch: Der 6 Millionen Euro teure Airbus-Hubschrauber hatte bisher keinen Unfall. Zum Team gehören auch vier Rettungssanitäter, die mit dem Helikopter nach Zwickau gewechselt sind.


Die 16 fliegenden Notärzte versehen hauptsächlich am Heinrich-Braun-Klinikum ihren Dienst. "In fast der Hälfte der Fälle sind Herzinfarkte oder Herz-, Kreislauferkrankungen die Ursachen für den Einsatz", sagte der Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin, Andreas Wolfgang Reske. Auch bei Verkehrsunfällen ist die Rettungscrew häufig im Einsatz. Hoch sei auch der Anteil an Kindern, die mit Verbrühungen oder Knochenbrüchen mit dem Heli ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

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