Oelsnitzer Bauernmarkt war ein voller Erfolg

Ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt

Oelsnitz.

Ein Gottesdienst mit Biobauer, damit hat der Bauernmarkt gestern etwas ganz Besonderes geboten. Mit einem kleinen szenischen Spiel der Jungen Gemeinde wurde zunächst die Diskrepanz zwischen Klischee und Wirklichkeit in der Landwirtschaft aufs Korn genommen. Von wegen: Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln. Pfarrer Peter Bergmann hat sich den Oelsnitzer Biobauern Uwe Teichmann ans Rednerpult geholt, um von der Arbeit auf den Höfen und Feldern zu reden. Teichmann machte klar, dass viel Überlegung zum Beruf gehört: Es muss lange im Voraus geplant werden. Speziell als Biobauer muss sich Teichmann mit Fruchtfolge auskennen, aber vor allem muss er auch gegen Vorbehalte der Konsumenten ankämpfen. "Das Aussehen der Früchte spielt heute eine große Rolle", räumt er ein.

Doch beim Biobauern kommt es eben nicht aufs Äußere an, sondern auf die gesunde Produktion. Auf dem Bauernmarkt, bei dem sich die Stände dicht an dicht vom Markt bis zur Kammerrat-Beck-Straße hinzogen, waren konventionelle Betriebe und Biobetriebe gleichermaßen vertreten. Neben den unzähligen Besuchern begutachteten auch zwei Hoheiten aus Weinböhla die Angebote. "Hier findet sich eine gute Mischung von verschiedenen Produktgruppen. Ich selbst vertrete die Land- und Ernährungswirtschaft und freue mich, dass hier jeder Besucher mit den Erzeugern ins Gespräch kommen kann", so die Sächsische Erntekönigin Anja Werner. Auch die Sächsische Milchkönigin Stephanie Zabel zeigte sich vom Bauernmarkt angetan: "So etwas sollte viel öfter gemacht werden, um die regionalen Produkte an die Leute zu bringen." Von Obst und Fleisch bis zu historischer Technik und dem Weimarer Zwiebelpüppchen reichte das Angebot. Pfarrer Peter Bergmann versichert unterdessen: "Den Gottesdienst soll es künftig immer geben."

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