Pflegekräfte erfahren im Berufsalltag viel Dankbarkeit

Fachkräfte Eine Möglichkeit, junge Leute für bestimmte Jobs zu interessieren, ist die Woche der offenen Unternehmen. "Freie Presse" stellt einige der Berufsbilder vor. Heute: Altenpflege.

Stollberg.

Gleich drei Schüler der zwölfköpfigen Gruppe, die bei der Woche der offenen Unternehmen das Altenpflegeheim Jakobi-Haus besucht hatte, war interessiert an einer Ausbildung in der Altenpflege. Keine schlechte Quote. Für Katrin Tischendorf, der stellvertretenden Pflegedienstleitung der Diakonie-Einrichtung, keine Überraschung: "Altenpflege ist ein sicherer Job, der bei uns gut bezahlt ist. Das ist bei vielen Eltern ein wünschenswertes Berufsfeld für ihre Kinder." Sie wirbt allerdings dafür, ein Freiwilliges Soziales Jahr einer Ausbildung vorzuschalten, um ein Jahr lang austesten zu können, ob Altenpflege wirklich eine Berufung für den jeweiligen Interessenten ist.

Das Berufsbild: Die Altenpflege vereint pflegerische, therapeutische und medizinische Aspekte. "Es geht darum, die Bewohner und ihre Angehörigen im letzten Lebensabschnitt zu begleiten", sagt Tischendorf. Dabei wachsen den Mitarbeitern im Jakobi-Haus die Menschen durchaus ans Herz. "Bei uns wird viel gelacht. Zudem sind die alten Menschen meist sehr dankbar", wirbt Tischendorf mit der Atmosphäre in der Pflegeeinrichtung. "Unsere Azubis und Mitarbeiter spüren hier, dass sie gebraucht werden", ergänzt Tischendorf.

Die Eignung: Erwartet wird ein Realschulabschluss oder ein Hauptschulabschluss nach zehnjähriger Schulbildung. Spezielles Augenmerk wird auf Biologie und guten Ausdruck in Deutsch gelegt. "Wer sich für die Altenpflege interessiert, der muss Empathie mitbringen und alte Menschen mögen", sagt Tischendorf. Zudem sei es wichtig, psychisch und physisch belastbar zu sein und sich in ein Team einfügen zu können. Außerdem werde sieben Tage in der Woche im Drei-Schicht-System gearbeitet. Auch muss eine maximal drei Monate alte Berufseignungsbescheinigung vorliegen.

Die Ausbildung: Die Ausbildung dauert drei Jahre. Praxis und Theorie fügen sich dabei zu einem Gesamtbild zusammen. Der schulische Teil findet in der Regel in Aue statt, allerdings kann der Schulstandort individuell und in Absprache verändert werden. Schulträger ist der Verein zur Beruflichen Förderung und Ausbildung.

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