Problem sind nicht nur Borkenkäfer und Sturm

Im Gemeindewald von Hohndorf gibt es auch Verluste durch Pilzbefall

Hohndorf.

Wie die meisten Orte, die über Kommunalwald verfügen, muss auch Hohndorf in diesem Jahr mit einem Defizit in der Waldbewirtschaftung planen. Konkret handelt es sich um 9500 Euro. Zwar sind die Verluste hier auch auf Borkenkäferbefall und Sturmschäden zurückzuführen, aber nicht ausschließlich. Denn wie Revierförsterin Janina Albrecht vom Staatsbetrieb Sachsenforst auf der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte, gibt es im Hohndorfer Wald seit Jahren zudem bei den Weymouthskiefern einen Befall mit dem sogenannten Blasenrost. Dieser wird durch einen Pilz verursacht.

Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanes für dieses Jahr sagte Albrecht, dass insgesamt etwa 450 Festmeter Holz entnommen werden müssen - die Folge von Sturm, Borkenkäfer und Blasenrost. Diese Holzernte veranschlagt sie kostenseitig mit insgesamt 15.750 Euro. Aufgrund des hohen Preisverfalls beim Holz rechnet die Försterin mit nur 4500 Euro an Erlösen, hinzu kommen 2500 Euro Zuschuss, die aufgrund des Borkenkäferbefalls als Förderung fließen. Die für den Revierdienst anfallenden 500 Euro noch mit eingerechnet, kommt es zu dem Defizit von 9500 Euro.

Im Unterschied zu einer früheren Beurteilung Albrechts, als es im Hohndorfer Kommunalwald keine größeren Ausbreitungen des Borkenkäfers gegeben hatte, musste sie diese Einschätzung nach einer neuerlichen Begehung nunmehr revidieren. Sie sprach jetzt von rund 300 Kubikmeter an befallenen Fichten. Hinzu seien Probleme durch Nassschnee und Wind gekommen, durch die Kieferkronen abgebrochen seien. Problematisch sei in Hohndorf auch die teilweise extreme Hanglage insbesondere am Schafgartenweg, wo der Wald eine Schutzfunktion hat, indem er Rutschungen verhindert.

Für das Jahr 2021 kündigte Janine Albrecht auf 1,5 Hektar Kahlflächen Aufforstungen an. Insgesamt besitzt die Kommune 28,3 Hektar Wald, 40 bis 50 Prozentbeträgt der Anteil von Fichte und Kiefer, also von Nadelhölzern.


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