Spielplätze: Stollberg will Rauchverbot durchsetzen

Böller, Eiszapfen, Namen an Briefkästen - Neues in der Polizeiverordnung

Stollberg.

Auf den Spielplätzen im Stadtgebiet von Stollberg und den Ortsteilen soll es künftig untersagt sein, Zigaretten zu rauchen. Das sieht ein neuer Passus der Stollberger Polizeiverordnung vor, wie mehrere Stadträte gegenüber "Freie Presse" bestätigt haben.

Die Maßnahme ist aus Sicht der Verantwortlichen nötig, weil Eltern das Problem vermehrt thematisiert hätten. Die neue Regelung erlaubt es nun dem Ordnungsamt, verstärkt Kontrollen an den Spielplätzen vorzunehmen. Auch werde über eine entsprechende Beschilderung nachgedacht. "Rauchen auf Spielplätzen erlaubt sich einfach nicht", sagt etwa CDU-Fraktionschef Raphael Jenatschke auf Anfrage.

Die Polizeiverordnung von Stollberg soll aber auch in anderen Punkten konkretisiert werden, weil es offenkundig Handlungsbedarf gibt:

Briefkästen: Neben dem ordnungsgemäßen Anbringen von Hausnummern sollen auch alle Briefkästen leserlich mit dem Namen des jeweiligen dort Wohnenden versehen werden. Es müsse überall eine postalische Zustellung gewährleistet sein.

Eiszapfen: Zwar haben Haus- und Grundstückseigentümer die Pflicht, sich im Winter um die Schneelasten auf ihrem Areal zu kümmern. Doch das Entfernen von Eiszapfen, die bei Tauwetter schnell von Dächern auf öffentliche Straßen fallen können und eine Unfallgefahr sind, ist noch nicht in der Polizeiverordnung enthalten. Der Eiszapfen-Passus soll nun mit eingearbeitet werden.

Böller: Das unerlaubte Abbrennen von Feuerwerk soll präziser in der Polizeiverordnung verankert werden. Offenbar wird die Unsitte, Böller auch jenseits der Silvesterzeit zu zünden, oft von der Stadt registriert.

Ein diskutierter Punkt wird aber vorerst nicht geändert: Die Regelung der Mittagsruhe unter der Woche und am Samstag. Diese schreibt vor, von 13 bis 14 Uhr auf laute Tätigkeiten - von Teppichklopfen bis Rasenmähen - zu verzichten. Sonntags ist dies generell untersagt. Einige Kommunen haben die Mittagsruhe am Samstag aber wieder abgeschafft. Grund: Immer mehr Pendler gebe es, die nur noch am Wochenende Zeit hätten, sich um Haus und Haushalt zu kümmern. Eine zeitliche Beschränkung sei unzeitgemäß.

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