Stollberg im XXL-Format: Die Heimatstadt als Motiv

Für den Stollberger Hobbymaler Lothar Schneider bietet seine Heimatstadt spannende Ecken. Gemalt hat er aber bisher nur eine Ansicht. Die allerdings hängt neuerdings nicht nur in Stollberg.

Stollberg.

Der Schwerpunkt des Schaffens liegt bei Lothar Schneider durchaus nicht auf Stollberger Stadtansichten. Auch bei seinem diesjähriger Beitrag für die aktuelle Ausstellung "Offene Monate" im Oelsnitzer Heinrich-Hartmann-Haus ist der Stollberger Hobbymaler wieder einmal fremdgegangen: Dort ist er mit der Ansicht einer Windmühle aus dem niederländischen Dorf Zaanse Schans vertreten. "Ich male sehr oft Motive aus dem Urlaub. Zum Beispiel habe ich auch schon den Gardasee mit Monte Baldo gemalt."

Erst ein einziges Mal hat der Hobbymaler sich bisher einem Motiv aus seiner Heimatstadt gewidmet. Besser noch: dem eindrucksvollsten Stollberg-Motiv schlechthin. Im Jahr 2014 hatte er - ebenfalls bei den "Offenen Monaten" in Oelsnitz - ein Panoramabild von Schloss Hoheneck gezeigt. Dieses Werk allerdings ist aus guten Gründen nicht nur eines von vielen Bildern. Zum einen malt Lothar Schneider überhaupt nur etwa drei bis vier Bilder pro Jahr. Zum anderen hat es die Hoheneck-Ansicht in sich: Mehrere Monate hatte Lothar Schneider gebraucht, um die 1,50 Meter breite Leinwand detailgetreu zu füllen. Dafür stimmt die Ansicht nun bis zum letzten Häuschen und bei jeder einzelnen Farbe von Fassaden und Dächern. Und so hat es dieses Zeitzeugnis inzwischen zu hohen Weihen geschafft: Seit etwa zwei Jahren hängt das Bild im Kleinen Saal des Stollberger Rathauses.

Und jetzt hat das Gemälde sogar den Weg in die weite Welt geschafft. "Die Stadt hat Kopien des Bildes für alle Partnerstädte anfertigen lassen", sagt Schneider. So können Menschen das Hoheneck-Gemälde nun auch im bayerischen Nördlingen, in Montigny en Gohelle in Frankreich und im ungarischen Tamási bewundern.

Dieser Erfolg spornt den Hobbymaler an. "Ich habe schon darüber nachgedacht, das Carl-von-Bach-Gymnasium vom Park aus zu malen. Ein lohnendes Motiv ist aber zum Beispiel auch die Jakobikirche", sagte er unlängst.

Aufgrund seiner sorgsamen Malweise und der oft relativ großen Formate dämpfte Lothar Schneider allerdings dann gleich allzu hochfliegende Erwartungen. "Bis zum Stadtjubiläum schaffe ich das aber nicht mehr", erklärte er.

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