Streit über Whatsapp artet aus

Lugau.

Weil er seinen Bruder und dessen Freundin mit Nachrichten über den Messengerdienst Whatsapp terrorisiert hat, muss ein Mann aus Lugau 300 Euro zahlen. Das Amtsgericht Aue-Bad Schlema stellte das gegen ihn laufende Strafverfahren gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig ein. Zahlt der Angeklagte die Summe binnen dreier Monate an den Naturschutzverein Schwarzbachtal, ist der Fall erledigt. Im Frühjahr 2020 hatte der Lugauer mehr als 20 Textnachrichten geschrieben, in denen er seinen Bruder "Fratze", "Wichser", "Drecksvogel" oder "Abschaum" nannte. Er drohte, ihn platt zu machen. Die Freundin nannte er "falsche Kuh" und kündigte an, dass er sie kalt machen und zerhacken werde. Vor Gericht schilderte er einen Streit, den er mit dem Paar hatte. "Es tut mir leid. Die haben mich so lange gereizt, bis ich diesen Mist geschrieben habe. Mein Bruder weiß, dass ich das alles nie machen würde." Der Chatverlauf verriet, dass die Gegenseite auf ähnliche Weise geantwortet hatte, nur hatte er keine Anzeige erstattet. Das Gericht berücksichtigte dies. (mu)

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