Thalheim investiert über 6 Millionen Euro

Brandschutz und Straßen spielen eine große Rolle im Haushalt der Stadt. Zudem fließt viel Geld in Gebäude. Kaum zu schaffen ohne Kredit. Oder?

Thalheim.

Die Stadt Thalheim investiert in diesem Jahr rund 6,5 Millionen Euro. So steht es im Haushaltsplan 2020, den die Räte in der jüngsten Sitzung - vor der Corona-Krise - beschlossen haben. Zu den größten Vorhaben zählt der Umbau des ehemaligen Berufsbildungszentrums an der Äußeren Heinrichstraße. Dafür sind in diesem Jahr 850.000 Euro eingeplant. Die Stadt rechnet mit Fördergeld.

Überhaupt setzt Thalheim bei allen Projekten auf finanzielle Unterstützung des Landes oder des Bundes. Und auch ein Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro ist Teil des Plans. Allerdings nur als Option, wie Bürgermeister Nico Dittmann erklärt. Schulden werden nur dann aufgenommen, wenn es nötig ist. Die Stadt versucht, ohne den Kredit auszukommen. "Freie Presse" beschreibt sechs Vorhaben, die 2020 auf dem Programm stehen.

1. Schulstraße: 422.000 Euro. Der Zweckverband der Wasserwerke (ZWW) verlegt dort im Augenblick Leitungen. Diese Gelegenheit will die Stadt nutzen, um die Straßendecke, die Entwässerung und die Beleuchtung zu erneuern. "Zudem sind die Stützwände auf der Schulstraße defekt, sodass wir auch da aktiv werden müssen", sagt Dittmann. 2. Lessingstraße: 310.000 Euro. Ein Großprojekt, das sich schon über längere Zeit hinzieht. 2020 soll das noch offene das Stück bis mindestens zur Kreuzung Gartenstraße erneuert werden. Parallel sanieren Handwerker den Fickergrund-Bach. Laut Dittmann liegen die Anträge in der Landesdirektion. Sobald die Behörde das Projekt freigibt, folgt die Ausschreibung.

3. Sportlerheim: 5000 Euro in diesem Jahr, insgesamt: 450.000 Euro. Brandschutz, Kabinen und die Halle waren erneuert worden. Die Sportler haben sanierte Duschen und eine neue Lüftung bekommen. Nach Angaben von Dittmann wird derzeit die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt. "Ansonsten ist der Rest soweit fertig." Lediglich Reparaturen stehen noch aus. Das Außengelände - Pflanzen, Zaun, Pflaster, Bänke - werde regelmäßig verschönert.

4. Bahnübergang Salzstraße/Robert-Koch-Straße: 100.000 Euro. Zugegeben, es ist gewagt, diese Maßnahme zu nennen. Bereits 2016 hatten die Stadträte beschlossen, dass der Bahnübergang erneuert werden muss. Passiert ist seitdem nichts. Die Deutsche Bahn ist Dittmann zufolge zuständig. Vor rund 20 Jahren sollte der Übergang geschlossen werden. Bis irgendwann auffiel, dass er doch ganz nützlich und erhaltenswert wäre. Zumindest für Fußgänger. Die Kosten übernimmt voraussichtlich die Deutsche Bahn.

5. Oberschule: 630.000 Euro. Diese Summe ist für zwei Maßnahmen vorgesehen. Zum einen für den Brandschutz, der bereits seit Jahren ausgebaut wird (510.000 Euro). Zum anderen für eine neue Schließanlage, die nach der Sanierung des Gebäudes nötig ist (120.000 Euro). Wie im Rathaus soll ein elektronisches System eingebaut werden. "Zur Erhöhung der Sicherheit und Vereinfachung", wie Dittmann sagt. Die Zahlen, betont er, seien Hochrechnungen. Ob die Schließanlage tatsächlich installiert wird, soll entscheiden werden, sobald genauere Pläne vorliegen.

6. Erzgebirgsbad: 30.000 Euro in diesem Jahr. Die stillgelegte Anlage und das ganze Gebiet an der Stadtbadstraße sollen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgebaut werden. Experten vermessen derzeit das Badgelände und erstellen Gutachten. Die Umgestaltung der Freifläche, auf der ein Teich entstehen wird, soll in diesem Jahr soweit vorbereitet werden, dass die Stadt Fördergeld beantragen kann. "Eventuell ist im Juni mit einem ersten Entwurf zu rechnen", sagt Dittmann.


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