Titel für Chemnitz sorgt für Jubel in der Region

Oelsnitzer Bürgermeister: Nun können wir die vielen Ideen umsetzen

Oelsnitz/Zwönitz.

Gespannt saß Bernd Birgikt, Bürgermeister von Oelsnitz, am Mittwochmittag vorm Computer. Pünktlich 13.27 Uhr riss er die Arme hoch. Eine europäische Auswahljury hatte soeben ihre Empfehlung für die "Deutsche Kulturhauptstadt 2025" verkündet: Es ist Chemnitz. Und damit konnte auch der Oelsnitzer jubeln, denn die Region rundherum ist in das ambitionierte Projekt eingebunden. "Jahrelange Vorarbeit hat sich damit gelohnt", freut sich Birgikt. Der Oelsnitzer war bereits ins erste Bewerberteam eingebunden, bei der Ideenfindung aktiv dabei. "Jetzt können und müssen wir das alles umsetzen", verweist er etwa auf Projekte wie einen Skulpturenweg rund um Chemnitz, den Ausbau eines alten Gebäudes hinterm Bergbaumuseum zur Kunstgalerie oder die Lichtinstallation in einer alten Industriehalle in Oelsnitz. "Schließlich brauchen wir spektakuläre Dinge, damit die Welt zu uns kommt", sagt er.

Erste Reaktion von Tilo Nüssler, seit 30 Jahren Leiter des Bergmusikkorps "Glück auf" Oelsnitz: "Der absolute Hammer!" Durch den Zuschlag sieht er auch für sein seit 130 Jahren bestehendes Ensemble neue Möglichkeiten. Eine davon: Ein Auftritt aller Orchester der Region im Auer Erzgebirgsstadion. Die Musik dazu soll ein internationaler Star komponieren. Seine 70 Mitglieder starke Truppe ist welterfahren, gab schon Konzerte in vielen Ländern bis hin nach Amerika.

Auf positive Effekte hofft auch Zwönitz. "Wir glauben, dass das Erzgebirge insgesamt profitieren wird. Denn wer Chemnitz besucht, wird sicher auch erfahren, dass es das Erzgebirge mit seinen großen Traditionen gibt", sagt Beigeordneter Andy Kehrer. Die Stadt könne diese Sogwirkung ausnutzen. Kehrer sieht vor allem die verkehrstechnische Anbindung an die zukünftige Kulturhauptstadt, von der auch das Erzgebirge profitieren kann. (mit ike)

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.