Vergesslicher Weihnachtsmann muss in die Radiologie

Der Alte hat vor der Kinderweihnachtsfeier im Kreiskrankenhaus ein Problem. Aber glücklicherweise gibt es dafür im Haus Experten - und die richtige Technik.

Stollberg.

Jedes Mal, wenn der Weihnachtsmann die Kinder der Stollberger Krankenhausmitarbeiter bescheren will, kämpft er mit irgendwelchen Wehwehchen. Er wird halt nicht jünger. An diesem Donnerstagnachmittag lässt ihn auch noch sein Gedächtnis im Stich. Dem Alten ist völlig entfallen, ob er auch das Auto für den kleinen Tim eingepackt hat. Den Sack ausschütten und alle Präsente nochmal auspacken? Dafür fehlt die Zeit. Aufgeregt eilt er über die Krankenhausflure - und läuft Dr. Fritz Teufl über den Weg. Der ist Radiologe und weiß Rat: Er nimmt den Bärtigen mit zum nagelneuen Computertomografen und bittet ihn, seinen Geschenkesack dort abzulegen.

Denn, so erklärt der Mediziner, mit dieser rotierenden Röntgenröhre können Patienten - und in diesem Notfall eben auch mal ein Weihnachtsmannsack - durchleuchtet werden. Normalerweise werde die Technik zur Darstellung komplizierter Brüche, innerer Verletzungen, Tumore sowie Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich genutzt. Gebannt starrt der Weihnachtsmann auf den Monitor - und ist erleichtert: Neben Zimtsternen und anderen Geschenken entdeckt er Tims Auto.

Schnell macht er sich auf den Weg zu den Kindern, die schon auf ihn warten. Und wie jedes Jahr erleben die Mädchen und Jungen nicht nur eine Aufführungen des Kindertheaters Burattino, sondern sie erfahren vom Weihnachtsmann auch, wie ihm diesmal im Krankenhaus geholfen wurde. Dafür, warum er zurzeit so vergesslich ist, hat der Alte übrigens eine Erklärung: Die Adventszeit sei Stress pur, sagt er.

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