Werner Wohnwelt schließt Ende Juli

Aus Altersgründen wird Vertrag nicht verlängert - Nachnutzung noch offen

Niederwürschnitz.

Das Möbelhaus Werner Wohnwelt in Niederwürschnitz schließt im Sommer. Bernd Dittmann von der Geschäftsleitung der Möbel Werner GmbH erklärte am gestrigen Montag auf Nachfrage, dass man den am 31. Juli endenden Mietvertrag nicht verlängern wird. Die beiden Eigentümer der Gesellschaft, die Brüder Bernd und Dietmar Werner, seien in fortgeschrittenem Alter und hätten keine Nachfolger gefunden, erklärte er. Darum sei eine Verlängerung des Mietvertrages um weitere fünf oder zehn Jahre nicht sinnvoll - auch unter dem Gesichtspunkt notwendiger Investitionen und der wirtschaftlichen Entwicklung in der Branche unter anderem wegen der Zunahme des Internethandels. Man habe sich die Entscheidung in jedem Fall reiflich überlegt. Aus gleichem Grund sei auch schon das Möbelhaus am Standort Nürnberg geschlossen worden. Dort sei man allerdings Eigentümer des Gebäudes und denke darum über eine anderweitige Nutzung nach.

Von der Schließung in Niederwürschnitz seien insgesamt 28 Mitarbeiter betroffen. Allerdings werde man versuchen, diese bei anderen Unternehmen der Branche unterzubringen, sagte Dittmann. "Die ersten haben bereits neue Arbeitsverträge unterschrieben."

Der Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe hat bereits begonnen. Wie das Gebäude nach der Schließung der Werner Wohnwelt genutzt wird, ist nach Auskunft des Vermieters Fesco GmbH (Eigentümer ist Felix Cordier) noch unklar. Wie es seitens des Unternehmens am Montag hieß, wisse man schon länger, dass es keinen neuen Mietvertrag mit der Werner Wohnwelt GmbH geben wird, habe aber bezüglich eines neuen Mieters noch keine Pläne. Sollte ein Möbelhändler interessiert sein, sei das eine Option. Die Lage an der Autobahn 72 sei ja in jedem Fall sehr gut.

Bernd Dittmann hält es durchaus für möglich, dass es Interessenten aus der Möbelbranche geben könnte, wenn die Schließung dort bekannt wird. Für kleinere Häuser seien die notwendigen Investitionen für eine grundlegende Erneuerung der Verkaufsflächen eine Herausforderung, aber er könne sich vorstellen, dass "vielleicht einer der großen SB-Anbieter" den Standort nutzen möchte. Für eine große Kette sei das Ganze sicher eher zu stemmen.

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