Windpark bei Kuhschnappel wird größer

Ein Millionenprojekt ist an der Umgehungs- straße geplant. Gegenwind gibt es bislang zwar nicht. Ein Kritikpunkt aber besteht.

Kuhschnappel.

Das Landratsamt Zwickau hat dem Bau einer weiteren Windkraftanlage in der Nähe von Kuhschnappel zugestimmt. Wie aus einer Mitteilung der Kreisbehörde hervorgeht, soll das neue Windrad in der Nähe der Kreuzung S255/Lobsdorfer Straße errichtet werden. Erbauer ist die Energieanlagen Hot mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal.

Auf dem Feld, wo die neue Anlage errichtet werden soll, stehen bereits drei weitere Windräder, die aber anderen Betreibern gehören. Wohnbebauung gibt es in ganz unmittelbarer Nähe keine. Geplant ist eine Windenergieanlage vom Typ Vestas, bei der sich die Nabe des dreiblättrigen Rotors in 166 Metern Höhe befindet. Der Durchmesser des Rotors beträgt 136 Meter. Somit würde die neue Windkraftanlage auch die anderen überragen. "Das geplante Vestas-Windrad ist heutzutage der Standard", erklärt Steffen Flämig, Geschäftsführer der Energieanlagen Hot. Das Bauland hat er vom Eigentümer gepachtet.

André Bock (CDU), Ortsvorsteher von Kuhschnappel hat selber erst vor kurzem von der Genehmigung der Anlage durch das Zwickauer Landratsamt erfahren. Ihm sei zwar nicht bekannt, dass es irgendwelchen Widerstand gegen das Vorhaben gibt. Auch hege er selber aktuell keine Bedenken gegen die Windkraftanlage. Dennoch kritisiert Ortsvorsteher André Bock: "Ich finde es nicht gut, dass man uns hier vor vollendete Tatsachen stellt." Gesprächsthema sei das neue Windrad seines Wissens nach im Ort nie gewesen.

Gegen die Genehmigung des Landkreises Zwickau kann bis zu einen Monat nach Bekanntgabe Widerspruch eingelegt werden. Bekanntgabedatum ist in diesem Fall der 20. Juni. Der Genehmigungsbescheid liegt zur öffentlichen Einsichtnahme noch bis zum 6. Juli beim Landratsamt in der Stauffenbergstraße 2 in Zwickau aus.

Bis die neue Windanlage jedoch gebaut wird, könnten aber noch viele Monate ins Land ziehen. "Im Jahr 2021 wird es wohl nichts mehr", sagt Steffen Flämig. Als Gründe gibt der Geschäftsführer der Energieanlagen Hot Lieferzeiten und lange Vorbereitung an.

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