Zum Wochenende : Blick auf den Hund

Der Schock muss riesig gewesen sein. Wenn dem Tier, das der eine oder andere vielleicht so liebt wie ein menschliches Familienmitglied, das Blut aus Augen und Ohren läuft. Wenn es Schleim erbricht und so große Qualen leidet, dass es davon durch den Tierarzt erlöst werden muss. Und das nur, weil es bei einem schönen Spaziergang offenbar etwas gefressen hat, das nicht einmal in die Nähe von Tieren gelangen sollte - geschweige denn in die von Kindern.

So erging es in den vergangenen Tagen mehreren Hundehaltern in der Region. Nun ist Vergiftung nicht gleich Vergiftung. Auch Schneckenkorn, eine Zeckenart und Jauche können tödlich enden für Hunde - ohne, dass das jemand beabsichtigt hätte. Sollten aber wirklich mit Vorsatz Giftköder ausgelegt worden sein, dann hoffen sicher nicht nur alle Hundebesitzer, dass der Täter schnell gefunden wird. Dazu ist es aber notwendig, dass jeder Fall der Polizei gemeldet und Anzeige erstattet wird - nur so können Taten später noch zugeordnet werden.


Es ist nachvollziehbar, dass Hundebesitzer nun in einem Klima der Angst mit ihren Tieren Gassi gehen. Schließlich will man den Vierbeinern den Auslauf gönnen und hält sie nicht ständig an der kurzen Leine. Und schnüffeln und graben gehört ja auch zur Natur von Hunden.

Zugleich können die Schicksale des Rüden Odin aus Niederwürschnitz und von Labrador Blue aus Gersdorf Anstoß sein, die Hundebesitzer an etwas zu erinnern: Dass es wichtig ist, beim Gassi gehen das Tier im Auge zu behalten. Sich nicht ablenken zu lassen, zum Beispiel durchs Handy. So wie wir es bei Kindern auch machen. Klar, eine Garantie gibt es nicht. Womöglich könnte es aber verhindern, dass noch mehr Tiere solche Qualen leiden müssen.

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