Zum Wochenende: Mut zum Lokalen

Sie wollten sich den Fragen stellen: Oberbürgermeister, drei örtliche Schulleiter, der Chef einer hiesigen Privatschule. Doch der Stollberger Debattierclub im Schlachthof blieb fast leer. Dabei ging es um die Zukunft der Schulen. Das kollektive Fernbleiben der Einwohner (auch am nächsten Abend zum Thema Nachhaltigkeit) ist rätselhaft.

Womöglich war der Titel einfach zu abgehoben, zu weit weg. Denn im Kern ging es ganz lokal zu. "Baustelle Klassenzimmer: Wie gehen wir Stollberger damit um?" hätte womöglich die Bürger eher in den Schlachthof geholt. Genau so war auch das Podium besetzt. Selbst die aktuellen Probleme an den Schulen drängen sich unmittelbar lokal auf. Es gibt genug Betroffenheit und Betroffene in der Stadt, die was beizutragen hätten.

Jüngstes Beispiel: Die Anordnung des Landesamtes für Schule und Bildung, die vier 7. Klassen im Carl-von-Bach-Gymnasium auf drei zu reduzieren, um einen Lehrer zu sparen. Eltern und Schulleitung konnten dies nur mit einem Sonderantrag verhindern - doch nun sollen die 9. Klassen dran glauben. Wieder geht es um die Schule - die Qualität, die Zukunft. Wieder gibt es Protest. Aber nur hinter den Kulissen.

Warum eigentlich? Der Debattierclub möchte doch gerade solche Kontroversen auf die öffentliche Bühne ziehen. Womöglich sollte die Stadt Stollberg genau deshalb das gute Format offensiv lokal verkaufen: Relevante Themen gibt es in der Stadt mehr als genug.

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