Zuschuss für Vereine wird zu Thema im Ausschuss

Auswahl durch den Auerbacher Bürgermeister trifft auf Widerspruch

Auerbach.

Welche der 19 ortsansässigen Vereine sollen eine Zuwendung über die Sächsische Kommunalpauschalenverordnung bekommen? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell die Auerbacher Gemeinderäte. In der Ratssitzung am 1. Oktober sollen die Fraktionen entsprechende Vorschläge unterbreiten. So wurde es auf der jüngsten Verwaltungsausschusssitzung festgelegt. Zu verteilen sind 1180 Euro, die der Gemeinde zweckgebunden fürs Ehrenamt zugegangen sind.

In die Sitzung eingebracht hatte das Thema Dieter Herold, Mitglied der BVA-Fraktion und stellvertretender Bürgermeister. Wie Herold sagte, habe er von der beabsichtigten Verteilung erfahren, weil ihn Bürgermeister Horst Kretzschmann um eine Unterschrift für die Überweisung an den Familien- und Freizeitverein Auerbach gebeten hatte. Der sollte, wie zwei andere Vereine auch, 240Euro bekommen, zwei weitere Vereine jeweils 230 Euro. Kretzschmann ist der Vorsitzende des Familien- und Freizeitvereins, darum habe er die Zahlungsanweisung nicht selbst tätigen wollen und können, so Kretzschmann. Für Herold allerdings gab es noch ein ganz anderes Problem: Der Bürgermeister hatte auch das zugehörige Anschreiben an sich selbst als Vereinsvorsitzender geschickt. Das sei keine saubere Verfahrensweise, so Herold. Außerdem war ihm unklar, warum gerade diese fünf Vereine ausgewählt wurden und andere nicht. Er unterschrieb die Überweisung nicht, sondern brachte das Thema in den Verwaltungsausschuss. "Es ist nicht so, dass ich den Vereinen keinen Zuschuss geben will. Es geht mir um eine saubere Regelung", sagte er.

Kretzschmann hatte inzwischen die bereits angeschriebenen Vereine informiert, dass der Ausschuss noch einmal beraten wird. Dessen Mitglieder waren wie Herold nicht überzeugt von Kretzschmanns Auswahl, hinterfragten, warum der SV Auerbach nicht dabei ist und ob der neu gegründete Familien- und Freizeitverein schon für sein Engagement bezuschusst werden sollte. Einig war man sich, dass eine Auswahl getroffen werden muss. Ulf Lange (Ifa): "Wenn wir jedem etwas geben wollen, kommt nichts raus." Und Udo Ruttloff (CDU) betonte: "Es muss begründbar sein, warum ein Verein ausgewählt wird."

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