1318 Tiere werden zur Taubenschau präsentiert

Großolbersdorfer Vereinschef spricht von aussterbendem Hobby

Großolbersdorf.

Die 56. Erzgebirgstaubenschau öffnet am heutigen Freitag ihre Pforten. 144 Aussteller präsentieren 1318 Tiere in der Turnhalle Großolbersdorf. Am Donnerstag mussten sich die Tauben den strengen Augen der 18 Preisrichter stellen. Dabei zückten die Preisrichter 38 Mal die Höchstnote "V" wie "vorzüglich", für 76 Tiere wurde ein "hv" wie "hervorragend" vergeben. Die Anzahl der ausgestellten Tiere rief aber ein Stirnrunzeln bei Jörg Wolf hervor.

Der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Großolbersdorf erinnerte sich an Erzgebirgstaubenschauen mit doppelt so vielen ausgestellten Tieren. "Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir 2800 Tiere zeigen konnten. Da mussten wir das Gasthaus zur Silberstraße zur Ausstellung mit nutzen, jetzt reicht die Turnhalle", bedauert der 55-Jährige. Die Taubenzucht sei eben ein aussterbendes Hobby. "Die Züchter werden älter und es fehlt an Nachwuchs", sagt der Chef von 29 Züchtern - darunter zwei Jungzüchterinnen. Der Rückgang sei aber kein Phänomen, das nur auf das Erzgebirge beschränkt ist, bestätigt Dirk Kalbe. Er kommt aus der thüringischen Gemeinde Drei Gleichen und ist seit 1978 Züchter. "Der Rückgang ist seit vielen Jahren zu beobachten. Auch bei den Juroren", sagt der 55-jährige Preisrichter.

Unter dem Dach der Erzgebirgstaubenschau sind mehrere Sonderschauen vereinigt: unter anderem für Luchstauben, für Startauben, für Thüringer und Sächsische Farbtauben und für Pfautauben.

Die Erzgebirgstaubenschau in der Turnhalle in Großolbersdorf ist heute von 13 bis 18 Uhr, morgen von 9 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

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