Auch ohne Medaille kommt Freude auf

Leon Heydrich schürft nach Gold, und das auf Wettkampfebene. Nun hofft er auf die WM in Finnland.

Zschopau.

Die Schule hat ihn wieder. Dennoch denkt Leon Heydrich gern und oft an die letzte Ferienwoche zurück, als der Zschopauer zu den Teilnehmern der Weltmeisterschaften im Goldwaschen in der Slowakei gehörte. "Die erhoffte Medaille habe ich zwar leider verpasst, aber dennoch war es ein wunderschönes Erlebnis", ist er noch heute begeistert. Mit jeweils Platz 4 bei den Kindern und bei den Jugendlichen schrammte er nur ganz knapp am angestrebten Podestplatz vorbei. "Über die verpasste Medaille bei den Kindern war ich schon ein bisschen enttäuscht, die Platzierung bei den Jugendlichen war dagegen okay - immerhin waren mehr als 30 Teilnehmer am Start", lautet das Resümee des Zschopauers.

Gänsehautgefühl kam bei dem Grundschüler schon beim feierlichen Beginn auf. "Es war eine richtig schöne Eröffnungsfeier mit allen Teilnehmern aus den rund 20 Ländern, ein Umzug führte uns gemeinsam durch den Ort - so eine WM ist schon etwas Besonderes", berichtet der Neunjährige. Die Wettkämpfe selbst fanden auf dem Gelände der letzten aktiven Goldmine Mitteleuropas in Hodruša Hámre statt. Eine gute Figur gab Leon Heydrich auch beim nicht ganz ernst gemeinten Wettkampf namens "Haraburda" ab. Beim Goldwaschen mit einer herkömmlichen Kehrschaufel belegte er unter den 108 Teilnehmern aller Altersklassen einen respektablen 22. Platz. "Da habe ich sogar einige richtige Profi-Goldwäscher, die eigene Minen besitzen, hinter mir gelassen", kann sich der junge Zschopauer, der seit seinem vierten Lebensjahr dem Goldwaschen als Hobby nachgeht, ein Lachen nicht verkneifen. Die Verständigung mit den anderen Teilnehmern in seinem Alter meisterte er mit ein paar Brocken Grundschulenglisch und Zeichensprache. "Man versteht sich einfach", meint er. Bei der Siegerehrung durfte er dann zudem die Deutschlandfahne schwenken.

Während in diesem Jahr eventuell noch zwei Wettkämpfe in Polen und Tschechien auf dem Programm stehen, blickt der Neunjährige bereits auf das nächste Jahr. "Wenn die Ferientermine passen, würde ich gern an der Weltmeisterschaft in Finnland teilnehmen. Vielleicht klappt's dann 2019 mit der Medaille", sagt Leon Heydrich.

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