Bühne für Kanarien und Co

Eine Familie im Zucht- fieber: Rund 200 Vögel bevölkern das Zuhause von Sindy Lasch und René Gerlach.

Marienberg.

Als Kind hat Sindy Lasch Wellensittiche geliebt, heute sind bei ihr unter anderem Schmetterlings- und Diamantfinken zuhause. Seit zwei Jahren gehört sie zu den drei Frauen des Exotischen Ziergeflügel-, Exoten und Kanarienzüchtervereins Marienberg und Umgebung, der am Wochenende zu einer Schau in die Stadthalle nach Marienberg einlädt.

Sindy Laschs Freund René Gerlach hat sie mit seiner Leidenschaft angesteckt. Er gehört schon viel länger zum Verein und züchtet unter anderem Graupapageien. Sindy Lasch selbst konzentriert sich auf kleinere Exoten. Dazu gehören Schmetterlingsfinken, Zeres-Amadinen, Diamantfinken sowie Zebra- und Kubafinken. Etwa 200 Vögel haben die beiden zu Hause.

"Es macht einfach Spaß zu sehen, wie die Tiere aufwachsen. Ich kann sie stundenlang beobachten", sagt die 38-Jährige. Ihr Sohn Yakari wird bald acht Jahre alt. Dann kann er als Nachwuchszüchter im Verein anfangen. "Er hilft schon kräftig mit", freut sich die Großolbersdorferin.

Yakari wird dann im Verein vorerst der einzige Jugendzüchter sein. Mit Lukas Harnisch ist der letzte kürzlich zu den nun 34 Erwachsenen gewechselt. Viele von ihnen bereiten derzeit die 39. Vereins- und 10. offene Schau vor, die am Samstag und Sonntag stattfindet. Andreas Glück zählt zum Verein und zu den Organisatoren der Veranstaltung. Er rechnet mit etwa 200 Tieren, die bewertet werden.

Zu sehen sind unter anderem Farbkanarien, Positurkanarien, Mischlinge, Cardueliden, Sittiche und verschiedene Exoten. Die kleinsten werden dabei die Kubafinken sein. Sie sind etwa nur fünf Zentimeter groß. Ausgewachsene Papageien können dagegen etwa einen halben Meter hoch wachsen. Ganz in der Ausstellung ist eine Großvoliere. Dafür hat der Verein ein riesiges Netz angeschafft, unter dem die Vögel zu beobachten sein werden.

Das aktuelle Zuchtjahr ist unterschiedlich gut gelaufen. So sind die Jungvögel in der Zucht von Andreas Glück wegen des kalten Frühjahrs erst im Mai geschlüpft. "Das passiert sonst einen Monat früher", berichtet der Wiesaer. Dennoch hätten sie sich bestens entwickelt. "Im Großen und Ganzen geht es uns gut", fügt der 55-Jährige hinzu. Demnach blieben in diesem Jahr die Tiere der Zuchtfreunde von Krankheiten verschont.

Geöffnet sein wird die Schau in der Marienberger Stadthalle am Samstag von 9 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 16 Uhr. Dann ist 15 Uhr der letzte Einlass.

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