Drebacher Haushaltsplanung auf der Zielgeraden

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Neben Breitband-Ausbau und Turnhalle soll viel Geld für die Feuerwehren fließen. Die Gemeinde habe genug Eigenmittel.

Drebach.

Wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage bleibt die Drebacher Gemeindeverwaltung immer noch geschlossen. "Besucher können aber klingeln oder einen Termin vereinbaren", sagt Verwaltungsleiterin Kathrin Sieber nicht ohne Grund. Schließlich ist dort bis zum Ende dieser Woche der Doppelhaushalt 2021/22 ausgelegt, der von der Öffentlichkeit eingesehen werden kann. Erst nach Ablauf der Auslegungs- und Einspruchsfrist kann der Gemeinderat Anfang März den offiziellen Beschluss dazu fassen.

In einer Klausurtagung haben sich die Gremiumsmitglieder Ende Januar zu den Plänen verständigt, die Kathrin Sieber in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch einmal kurz vorstellte. Neben den beiden geförderten Millionen-Projekten Breitband-Ausbau und Turnhallenneubau in Drebach, deren Umsetzung in diesem Jahr beginnen soll, sind noch zahlreiche weitere Vorhaben auf den 300 Seiten enthalten.

Viel Geld wird in die Feuerwehr fließen, was nicht nur am Ersatz für das auf dem Sachsenring verunfallte Tanklöschfahrzeug der Scharfensteiner Wehr liegt (330.000 Euro). Auch die Grießbacher Kameraden sollen im kommenden Jahr für 351.000 Euro ein neues Gefährt erhalten, weil das alte schon über 20 Jahre alt ist. Dazu kommen der Um- und Neubau des Venusberger Gerätehauses (865.000 Euro) sowie die Anschaffung eines Tankers mit mindestens 10.000 Litern Löschwasser. Das 180.000 Euro teure Fahrzeug soll der mobilen Löschwasserversorgung im Ort zugutekommen.

Fürs laufende Jahr summieren sich die geplanten Aufwendungen auf 8,2 Millionen Euro. Den stehen Erträge von neun Millionen Euro gegenüber, was Drebach ein Plus bescheren würde. 2022 wendet sich das Blatt. Dann sind laut Kathrin Sieber die geplanten Kosten (7,9 Millionen Euro) größer als die Einnahmen (6,2Millionen Euro). Dies habe auch mit den geringer angesetzten Steuereinnahmen zu tun. Der Haushalt ist der Verwaltungsleiterin zufolge dennoch "solide geplant", da sich genügend liquide Mittel auf dem Konto der Gemeinde befinden. Dank dieses Polsters sei Drebach für alle Baumaßnahmen "auf der sicheren Seite". Eine Erhöhung der Steuern sei nicht vorgesehen.

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