Ebbe bringt Flut an Arbeiten mit sich

DieBeckenderZschopauer Schwimmhalle können derzeit nicht genutzt werden. Dies hat allerdings einen wichtigen Grund.

Zschopau.

Ein Sprung ins Becken der Zschopauer Schwimmhalle hätte derzeit fatale Folgen, denn es befindet sich kein Wasser darin. "Wir haben gerade unsere Reinigungswoche, die turnusmäßig einmal im Jahr ansteht", sagt der Hallen-Verantwortliche René Lutter. Gleichzeitig erklärt der Meister für Bäderbetriebe, warum ausgerechnet jetzt Hand angelegt wird: "Wir erledigen das immer in der ersten Schulwoche, weil das Schulschwimmen da noch nicht stattfindet." Dem theoretischen Teil in Form von Belehrungen wird ab kommenden Monat die Praxis folgen, wenn jeden Tag zahlreiche Zweitklässler aus Zschopau und den umliegenden Gemeinden das Schwimmen lernen.

Während der Ferien wird nie gereinigt, da den Kindern und Jugendlichen die Freude an diesem Freizeitangebot erhalten bleiben soll. Und doch kamen die Zschopauer diesmal nicht drum herum, schon eine Woche vor dem Ende der Urlaubszeit die Halle zu schließen. Grund waren Sanierungsarbeiten. "Im Duschbereich der Damen wurden Abdichtungs- und Fliesenarbeiten vorgenommen", so Lutter. Nun, da diese Tätigkeiten erledigt sind, machen sich der 49-Jährige und seine fünf Mitarbeiter ans Putzen.


Auf den ersten Blick konzentrieren sich die Arbeiten auf die beiden geleerten Becken. Im großen, wo sich sonst 435 Kubikmeter Wasser befinden, sowie im Lehrschwimmbecken, das 50 Kubikmeter fasst, wird fleißig geschrubbt. "Aber das ist nur ein ganz kleiner Bestandteil", betont René Lutter. Die Ebbe im Becken bringe eine Flut an Arbeiten mit sich. Auch die Brandschutz- sowie die Lüftungsanlage müssen gewartet werden - ebenso wie die Wasseraufbereitung. Sogar das Kassensystem, die Fluchttüren, die Rauchmelder und das Notstromaggregat werden näher unter die Lupe genommen. "Alles wird auf seine Funktion überprüft", so der 49-jährige Stollberger, der jeden Tag in die Motorradstadt auf Arbeit fährt.

An wie vielen Schrauben gedreht werden muss, wird im Keller der Einrichtung deutlich. Hier befinden sich drei riesige Rohwasserbehälter, in die sonst das Wasser fließt, das die Badegäste aus dem Becken verdrängen. Auch diese unterirdischen Speicher werden nun gereinigt - genau wie die Pumpen, die das Wasser über Filter wieder nach oben schaffen. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Lutter, der Dienstagmittag wieder mit dem Füllen der Becken beginnen will. Erst wenn am Freitag wieder alles voll Wasser ist, können Dosiertechnik und Heizung in Betrieb genommen werden.

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