Krankenhaus stellt sich auf Covid-19 ein

Klinik wird leergezogen - Bauarbeiten geplant

Stollberg.

Das Stollberger Kreiskrankenhaus bereitet sich intensiv auf die Behandlung von Corona-Patienten vor. Wie Gregor Hilger, der leitende Chefarzt berichtet, sind Bauarbeiten auf dem Gelände geplant. Die Klinik-Leitung hat vor, das Behandlungsgebäude vom Verwaltungsgebäude zu trennen, eine Schleuse wird eingebaut. Zudem wird Schutzkleidung für die Mitarbeiter organisiert. Im Vergleich mit anderen Region sei das Erzgebirge noch nicht so stark vom Virus betroffen, sagt Hilger. "Es ist gut, dass wir Zeit haben, um uns vorzubereiten." Ob und wie viele Corona-Patienten bereits im Krankenhaus untergebracht sind, ist unbekannt. Über Fallzahlen werde die Klinik weder jetzt noch in Zukunft informieren, sagt Hilger. Er spricht von einer "psychologischen Gratwanderung. Wir wollen weder Panik noch Verharmlosung."

Die Krankenhaus Gesundheitsholding Erzgebirge, zu der auch die Krankenhäuser in Annaberg-Buchholz sowie Zschopau gehören, hatte vergangene Woche beschlossen, dass die Einrichtungen in Olbernhau und Stollberg für Corona-Patienten leergezogen werden. Dadurch sollen bis zu 400 Betten zur Verfügung stehen, um auf die wahrscheinlich noch stark steigende Infektionszahl reagieren zu können. Das Stollberger Krankenhaus verfügt über 215 Betten. Die Geschäftsführerin Andrea Morzelewski hatte schon vorher mitgeteilt, dass alle planbaren Operationen und jene, bei denen es medizinisch vertretbar ist, auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Entscheidungen dazu träfen allein die Ärzte. (pc/vh)


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